02.06.2009 10:57
Österreich feiert Joseph Haydn

Ganz Eisenstadt steht heuer Kopf. Den ganzen Sommer über feiert die barocke Haydn-Stadt den 200. Todestag ihres berühmtesten Bürgers. Dabei bilden Schloss Esterhazy mit seinem herrlichen Garten, das Haydn-Haus, das Diözesanmuseum, das Burgenländische Landesmuseum und der Dom einen überaus würdigen Rahmen für Konzerte, Feste und Sonderausstellungen.

Joseph HaydnGeboren wurde Franz Joseph Haydn 1732 im niederösterreichischen Rohrau nahe der burgenländischen Grenze. Dort beherbergt sein Geburtshaus, in dem er die ersten sechs Jahre seines Lebens verbrachte, heute ein kleines Museum. 1761 holten ihn die Esterhazys, eine der reichsten und mächtigsten Dynastien Österreich-Ungarns, schließlich nach Eisenstadt. Sein großer Mäzen, Fürst Nikolaus der Prächtige, gewährte ihm großzügige finanzielle Unterstützung und viel Freiraum für sein künstlerisches Schaffen. Und doch glich seine Zeit in Eisenstadt mit den Jahren einem goldenen Käfig. Fürst Nikolaus verlangte, dass sein erster Kapellmeister ständig anwesend war. Dreißig Jahre seines Lebens verbrachte Joseph Haydn letztendlich in Eisenstadt. Er lebte in der Nähe des Schlosses in der nach ihm benannten Gasse. Im Haydn-Haus, seinem Wohnhaus, erinnern heute zahlreiche Originalexponate an den berühmten Hofmusiker.

Folgt man dem neugeschaffenen Haydn-Pfad durch die Stadt, wandelt man nicht nur auf den Spuren des Komponisten, sondern erlebt zugleich die Hauptattraktionen der Stadt. Die große Ausstellung zu Haydns Leben und Werk wurde themenbezogen auf die Museen der Stadt verteilt. So illustriert das Landesmuseum den Lebensstil der Haydn-Zeit, und das Diözesanmuseum widmet sich Haydns geistlicher Musik.

Barocker Schmuck und die Eleganz des Biedermeier verleihen Schloss Esterhazy und seinen Konzertsälen ein unvergleichliches Ambiente. Wunderschöne Fresken, prachtvoller Stuck und eine hervorragender Akustik machen die Konzerte, die regelmäßig während des Sommers im Haydnsaal stattfinden, zu einem unvergesslichen Erlebnis. Viele seiner Werke wurden hier uraufgeführt. Für kleinere Konzerte nutzt man den pittoresken Empiresaal, für sakrale Musik die Schlosskapelle oder den Dom. Bühne für Open-Air-Konzerte ist der Leopoldinentempel im Schlosspark.

Nach dem Tod von Fürst Nikolaus wurde das Orchester aufgelöst und Haydn folgte internationalen Einladungen. Trotz seines Erfolges in England zog es ihn zurück in seine niederösterreichische Heimat, wo er fortan bis zu seinem Tod im Jahre 1809 lebte.

Weiterführende Information:

www.haydnfestival.at - Alles über die Haydn-Festspiele in Eisenstadt
www.haydn2009.at - Informationen zu Konzerten, Austellungen und anderen Veranstaltungen im Haydn-Jahr
www.eisenstadt-tourism.at - Informationen rund um die Wirkungsstätte des Komponisten

 

Margret Hütt
studierte Geografie in München. Zusammen mit ihrer Familie entdeckte sie auf zahlreichen Reisen nach Österreich neben den Kulturschätzen auch die vielen Wander- und Sportmöglichkeiten des Landes.

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