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Sicherheit

Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, Wertsachen betreffend und hauptsächlich in größeren Menschenmengen, gelten auch für Nepal. Seit Beendigung des von den Maoisten ausgerufenen Waffenstillstandes im Februar 2006 fanden in den darauf folgenden Monaten mehrere Anschläge statt. Im April 2006 kam es zu einem landesweiten Generalstreik gegen den König Nepals, mit teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen. Zwar wird nach einer königlichen Proklamation vom 24.4.2006 langfristig eine Beruhigung der Sicherheitslage erwartet, allerdings haben die Maoisten neue Demonstrationen und Blockaden angekündigt. Aufgrund der instabilen politischen Situation sollte man sich unbedingt beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (www.eda.admin.ch) bzw. beim Auswärtigen Amt (www.auswaertiges-amt.de) vorab erkundigen und sich in Nepal nur einem seriösen Veranstalter anvertrauen.

Wer auf zusätzliche Sicherheit Wert legt, kann sich nach Ankunft bei seinem Konsulat bzw. seiner Botschaft in Kathmandu anmelden und seinen Reiseplan und -pass hinterlegen. In den Trekking-Gebieten des Ostens wurden lediglich einige Fälle von "Wegezoll"-Forderungen der Rebellen gemeldet. Als sicher gilt nach wie vor das Kathmandu-Tal und die Region Pokhara. Von Zeit zu Zeit rufen die Rebellen einen Generalstreik aus, dem die Nepali aus Angst überwiegend Folge leisten; dann sind alle Geschäfte geschlossen, möglicherweise müssen die Hotels ihre Gäste vor die Tür setzen, und abgesehen von Fahrrädern gibt es keine Transportmittel.

Obwohl der Bürgerkriegs beendet ist, kann eine Fortsetzung des Guerilla-Krieges durch die LTTE nicht ausgeschlossen werden. Anschläge sind landesweit weiter möglich. Es wird vor Reisen in Gebiete nördlich der A12, die von Puttalam im Westen bis Trincomalee im Osten verläuft, in die Ostprovinz (Bezirke Trincomalee, Batticaloa und Ampara) sowie in die Umgebung des Yala-Nationalparks (östlich der A2 und südlich der A4) gewarnt. Hier sind nur Reisen in den sogenannten "Block 1" möglich. Auch die Hauptstadt Colombo war mehrfach von Anschlägen betroffen. Die starke Militärpräsenz ist hier unübersehbar, Anordnungen an den vielen Sicherheitskontrollen sollten stets befolgt werden. Meiden Sie nach Möglichkeit größere Menschenansammlungen und beachten Sie, dass es im Rahmen von Wahlkämpfen vor der Wahl am 8. April 2010 vermehrt zu Ausschreitungen kommen kann. Am internationalen Flughafen Colombo gibt es verstärkte Sicherheitsmaßnahmen. Daher sollten Reisende bei der An- und Abreise am Flughafen einen erhöhten Zeitbedarf einkalkulieren. Reisen zu den von Touristen beliebten Zielen an der Küste im Südwesten und Süden sowie im südlichen Landesinnern (Kandy, Teehochland) und im "Kulturdreieck" sind möglich. Nachtfahrten sollte man aus Gründen der Verkehrssicherheit außerhalb der Städte unterlassen; auf die häufig unbeleuchteten Verkehrskontrollpunkte auch innerorts ist besonders zu achten. Vor Reiseantritt empfiehlt sich ein Blick auf die Webseiten der Ausländischen Ämter: www.auswaertiges-amt.de (D); www.bmaa.gv.at (A); www.eda.admin.ch (CH). Was die Kriminalität betrifft, ist Sri Lanka ein sicheres Reiseland. Lassen Sie die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie zu Hause walten und stellen Sie Reichtum nicht offen zur Schau. Äußerste Vorsicht ist beim Schwimmen im offenen Meer angeraten, da die Küsten starke, sich ständig verändernde Strömungen aufweisen, die der Ortsunkundige nicht erkennt. Seglern wird wegen mehreren Fällen von Piraterie in sri lankischen Gewässern zur Vorsicht geraten.

Innerpolitische Probleme äußern sich im Mindanao-Konflikt, so dass von Reisen auf die Insel Mindanao, auf Basilan und dem Besuch des Sulu-Archipels abgeraten wird. Außerdem muss nach wie vor generell mit (Bomben-)Anschlägen und Entführungen durch islamistische und terroristische Extremisten gerechnet werden. Vermeiden Sie größere Menschenansammlungen sowie Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und lassen Sie bei Fähr- und Schiffsreisen Vorsicht walten. Informationen unter http://www.auswaertiges-amt.de oder http://www.eda.admin.ch/travel/phili_d.html. In anderen Landesteilen sollte man weder Geld noch Schmuck offen zeigen und Reisedokumente im Hotelsafe deponieren. Spontane Einladungen oder Mitfahrangebote von Unbekannten lehnt man besser freundlich, aber kategorisch ab. Außerhalb der Städte sollte man nächtliche Fahrten mit dem Auto oder Bus vermeiden. Auf Drogenhandel wie auch Drogenbesitz stehen hohe Strafen.

Weiterhin besteht vor den Küsten Somalias und den angrenzenden Gewässern ein großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen. Das Festland der Seychellen gilt als sicheres Reiseland. Dennoch sollte man allgemein übliche Vorsichtsmaßnahmen treffen, z. B. Wertsachen nicht im Mietwagen oder am Strand unbeaufsichtigt liegen lassen.