Italien - Polyglott Top12-Tipps
Schon Goethe schwärmte von dem malerisch gelegenen See: »… ein köstliches Schauspiel, der Gardasee, den wollte ich nicht versäumen, und bin herrlich für meinen Umweg belohnt.« Die warme Luft, der Duft der Zitronengärten, das Flanieren an den freundlichen Seepromenaden – der erste Hauch des Südens für alle, die aus dem Norden kommen …
Die Stadt im Wasser, auf Millionen Pfählen erbaut, von Tausenden Brücken überspannt, Hunderten von Kanälen durchzogen: Die unvergleichliche Schönheit Venedigs im glasklaren Winterlicht der Lagune wurde von seinen berühmten Malern für die Ewigkeit festgehalten. Markusbasilika, Dogenpalast und die aufwendig gestalteten Adelspaläste am Canal Grande lassen noch heute etwas vom einstigen Glanz der stolzen Seerepublik erahnen.
Mondänes Dolce Vita in Portofino, das Wanderparadies Cinque Terre und das liebliche Portovenere – an der Riviera di Levante in Ligurien zeigt sich Italien von seiner schönsten Seite. Einzigartig ist das harmonische Zusammenspiel von Mensch und Natur: Bunte Fischerhäuschen in kleinen Hafenbuchten, steile Küsten, kreischende Möwen vor Felsabhängen und alte, von Steinmäuerchen gesäumte Pfade verleihen diesem Küstenabschnitt sein besonderes Gepräge.
Die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärte Florentiner Altstadt präsentiert sich wie ein großes Freilichtmuseum: die Renaissance- Paläste mächtiger Adelsgeschlechter, die marmorne Pracht des Doms mit der roten Kuppel Brunelleschis oder der dreifarbige Campanile Giottos: Überall trifft man auf die steinernen Monumente einstiger Florentiner Größe.
Die Jahreszeiten lassen die Hügel im Val d‘Orcia in einem stets wechselnden Farbenspiel erscheinen: Im Frühjahr umschmeichelt sie das Grün des jungen Getreides, im Juni leuchten sie golden, im August flimmert die heiße Luft des Südens, im Herbst dominieren Braun- und Ockertöne. Von stets gleich bleibender Schönheit sind hingegen die mittelalterlich geprägten Städtchen am Wegesrand wie Montalcino, San Quirico d’Orcia, Bagno Vignoni, Pienza oder Montepulciano.
Tausende kleine farbige Steinchen zu großartigen Bildwerken zusammengesetzt: Nirgends auf der Welt sieht man die Werke spätantiker und frühchristlicher Mosaikkünstler in solcher Dichte. Architektur und bildende Kunst künden noch heute vom byzantinischen Kaiser Justinian, dem Gotenkönig Theoderich oder der Kaiserschwester Galla Placidia – von einer Zeit, in der Ravenna die Hauptstadt Italiens war.
Petersdom, Kolosseum, Spanische Treppe, Trevi-Brunnen, Engelsburg, Pantheon: Roms weltberühmte Bauwerke setzen Akzente in der über 2500 Jahre alten Hauptstadt Italiens und des Vatikanstaats. Fans der Antike, der Renaissance oder des Barocks, Bewunderer von Michelangelo, Raffael oder Bernini, Kunstliebhaber und Pilger, aber auch Freunde junger Mode und lauer Sommernächte kommen in der ewigen Stadt auf ihre Kosten.
Die sonnenverwöhnte Metropole des Südens steht für vieles, was Touristen mit Italien verbinden: für laute, überschwängliche Lebensfreude, für das dolce farniente, die Pizza und den Vesuv, für feurige Liebhaber und kinderreiche Mammas. Tief wurzelnde Klischees, großartige Kunstschätze und atemberaubender Kitsch, etwa auf dem berühmten Krippenmarkt in der Via Gregorio Armeno, warten in der italienischsten aller Städte Italiens.
Der Traum von der Zeitreise zurück in die Vergangenheit wird in Pompeji Wirklichkeit: Der verheerende Ausbruch des Vesuvs am 24. August 79 n. Chr. bedeckte die römische Stadt mit einer dicken Ascheschicht, unter der die steinernen Gebäude des 20 000–30 000 Einwohner zählenden Ortes fast vollständig erhalten blieben. Man flaniert durch antike Gassen, schaut in römische Wohnhäuser und bewundert die Raffinesse ihrer Wandmalereien …
Silbrig glänzen die Blätter der Olivenbäume, dunkel leuchten die Orangenbäume, die Kräuter duften in den Blumentöpfen auf Terrassen und Mäuerchen, die verschachtelten, blendend weißen Häuser werfen das intensive Licht des Südens zurück: Diese typisch mediterrane Küstenlandschaft bezaubert mit atemberaubenden Ausblicken bis zur Insel Capri, steilen Felsen, alten Städtchen und dem stets präsenten Meer.
Achteckig sind der Grundriss der Stauferburg, die acht Türme und der Innenhof, und jeweils acht trapezförmige Räume liegen auf einem Stockwerk. Auf Fernwirkung hin angelegt, sollte das Castel del Monte die stete Präsenz des Herrschers in seinem geliebten Apulien symbolisieren – eine steinerne Krone, die dem Land aufsitzt. Kaiser Friedrich II. entwarf dieses ungewöhnliche Bauwerk, dessen Abbild die italienische Ein-Cent-Münze ziert.
Wohnen im Untergrund: Über Jahrtausende wurden die Grotten und Höhlen Süditaliens von Menschen als Behausung genutzt. Hier fanden sie Sicherheit vor feindlichen Angriffen und der sengenden Sonne. Eremiten und Mönche schufen unterirdische Kirchenräume, bemalten die Steinwände mit Fresken. Die größte dieser unterirdischen Siedlungen sind die Sassi von Matera (sassi = ital. Steine) in der Basilikata, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen.







