Birma - Polyglott Top12-Tipps
Majestätisch überragt das prächtigste buddhistische Heiligtum des Landes die Stadt Yangon. Ein nicht enden wollender Strom von Pilgern dreht seine Runden um den goldglänzenden Stupa. Besonders mystisch ist die Stimmung beim Sonnenaufgang und -untergang.
Während andere Städte Asiens mit futuristischen Hochhäusern prahlen, verbreitet Yangons Downtown morbiden Charme. Hier erwarten Sie verfallende Kolonialbauten, quirlige Straßenstände und bunte Märkte. Im engmaschigen Gitternetz der Straßen verführen exotische Düfte und fremdartige Stimmen zum ziellosen Schlendern. Einträchtig nebeneinander stehen Moscheen, Hindu-Tempel und Kirchen. Inder, Birmanen und Chinesen werben geräuschvoll um Kunden.
Der Anblick ist wahrlich kurios: Ein mit Edelsteinen besetzter Stupa thront auf einem großen, vergoldeten Granitblock, der so waghalsig auf dem felsigen Untergrund liegt, als wäre es ein Kinderspiel, ihn in den Abgrund zu stoßen. Kein Wunder, dass dieser Ort zu den beliebtesten Pilgerzielen des Landes zählt und Tausende von Menschen anlockt.
Die unvergleichliche Pagodenlandschaft berauscht die Sinne: Mehr als 2300 Heiligtümer verlieren sich in einer kargen Ebene am Ayeyarwady. Viel mehr sollen es gewesen sein, als eine beispiellose religiöse Bauwut vor 1000 Jahren das Land ergriff – alle Stifter beseelt von dem Wunsch, damit dem Nirwana ein Stück näher zu kommen.
Auch wenn die alten Teakholzhäuser vielerorts gesichtslosen Betonklötzen weichen mussten, ist Birmas letzte Königsstadt mit ihren vielen Klöstern und Handwerksbetrieben noch immer das kulturelle Zentrum des Landes. Nicht versäumen sollten Sie einen Besuch in den Longyi-Webereien von Amarapura, eine Kutschfahrt durch das ländliche Inwa, eine Bootstour nach Mingun und den Ausblick vom Hügel von Sagaing.
Beinruderer, schwimmende Gärten, Holzklöster mitten auf dem Wasser – wo sonst gibt es das außer auf dem Inle-See? Ein Gewässer voller Wunder, umgeben von pittoresken Bergen und geschäftigen Dörfern. Deren Bewohner, die Inthas, haben ihr Leben ganz dem Rhythmus des Sees im südlichen Shan-Staat angepasst. Beste Besuchszeit ist der Oktober, wenn über drei Wochen hinweg das Phaung-Daw-UFest mit Wasserprozessionen und Bootsrennen begangen wird.
Erst seit wenigen Jahren ist dieses Gebiet südlich von Taunggyi zugänglich. Hier siedeln fast ausschließlich die zurückhaltenden, aber freundlichen Pa-O, deren Frauen rot leuchtende Turbane zu ihrer schwarzen Kleidung tragen. Einen Besuch wert sind die lebendigen Fünftagemärkte in einem ihrer urigen Dörfer. In Kakku ragen über 2500 Miniaturpagoden wie Nadeln gen Himmel. Wer gut zu Fuß ist, kann auch vom Inle-See herüberwandern.
Die alte Fürstenstadt liegt tief im Osten des Shan-Staates im Herzen des Goldenen Dreiecks. Hier verdienen manche Bewohner noch ihren Lebensunterhalt mit Opium, viel eher aber mit Waren aus China und Thailand. Entsprechend rau, aber herzlich geht es zu. Besuchen Sie eines der Stammesdörfer in den umliegenden Bergen – selten trifft ein derart buntes Bevölkerungsgemisch aufeinander wie hier.
Was die britischen Kolonialherren zu schätzen wussten, wird auch Ihnen gefallen: erträgliche Temperaturen und eine sanfte Hügellandschaft. Maymyo, wie die 1100 m hoch gelegene Sommerfrische in den Shan-Bergen früher auch genannt wurde, ist nur einen Katzensprung von Mandalay entfernt. Schottische Landhäuser und ein buntes Völkchen verleihen der Stadt ein ganz eigenes Flair. Am besten erkunden Sie Pyin U Lwin bei einer Fahrt mit der Pferdekutsche.
Bis vor kurzem noch nahezu unbekannt, zählt der Strand von Ngwe Saung zu den schönsten im Land. Komfortable Resorts garantieren entspannte Sonnentage unter Palmen. Schon die Anreise hat ihre Reize, wenn Sie zwischen Yangon und dem nahen Pathein die Fähre nehmen. Entlang schmaler Kanäle und breiter Flussarme führt die Tour vorbei an endlosen Reisfeldern und geschäftigen Deltastädten.
Ein Bilderbuchstrand am Golf von Bengalen – gerade das Richtige, um nach einer anstrengenden Rundreise die Seele baumeln zu lassen. Für Aktive lohnt ein Besuch der immer noch ursprünglichen Fischerdörfer oder ein Ritt auf den Wellen. Besonders im März und April herrschen hier gute Surfbedingungen. Abends können Sie in einem der vielen Lokale für wenig Geld frische Meeresfrüchte genießen.
Kein Geheimtipp mehr, aber immer noch wenig besucht: die alte Hauptstadt Rakhines in Westbirma. Bereits die Anfahrt per Boot von Sittwe aus hat ihre Reize, ganz zu schweigen von den vielen interessanten Heiligtümern, die ganz anders sind als im restlichen Birma und an die große Vergangenheit von Mrauk U erinnern. Ein attraktiver Ausflug führt Sie ins Umland, etwa zur alten Stätte des Mahamuni-Buddhas.





