Österreich - Polyglott Top12-Tipps
Die Hauptstadt Tirols, bereits zweimal Austragungsort der Olympischen Winterspiele, liegt umgeben von den Gipfeln der Nordkette, der Serles und dem Patscherkofel. Unter Kaiser Maximilian war es um 1500 der Verwaltungssitz des Habsburgerreiches. Dem Kaiser verdankt die Stadt auch ihre größte Sehenswürdigkeit: das Goldene Dachl.
Von Erzbischof Wolf Dietrich als »ideale Stadt« im Sinne der Renaissance konzipiert, wurde Salzburg von ihm und seinen Nachfolgern in ein barockes Schmuckstück verwandelt. Die Stadt an der Salzach ist aber vor allem wegen der Festspiele berühmt, für die im Sommer die größten Orchester, Dirigenten und Opernstars anreisen. Was wäre Salzburg ohne Wolfgang Amadeus Mozart?
Kaiser Franz Josef und seine Frau Sisi haben Bad Ischl 1853 zu ihrer Sommerresidenz erkoren und damit der Stadt im Salzkammergut für ewige Zeiten ihren Stempel aufgedrückt. Heute noch schwelgt das Solebad Ischl jahrein jahraus in Habsburg-, Walzer- und Dreivierteltaktseligkeit, der man auf den Promenaden, in der Kaiservilla oder gar bei den jährlichen Operettenwochen frönen kann.
Pittoresk schmiegen sich die Häuser des UNESCO-Weltkulturerbes Hallstatt zwischen See und Felsen aneinander. Schon vor 3000 Jahren wurde in den Bergen rundherum Salz abgebaut. Darüber dominiert das Massiv des Dachsteins mit dem Hohen Dachstein (2995 m) und seinen eisbedeckten Flanken, dem Großen Gosau- oder dem Hallstätter Gletscher.
Der größte Naturpark Österreichs verteilt sich auf die Bundesländer Salzburg, Tirol und Kärnten. Die Landschaft aus grünen Tälern, weiten Almgebieten und kargen Hochgebirgszonen ist vielfältig und reich an Naturschönheiten. Auf Wanderungen sind Steinböcke, Gämsen und Bartgeier ebenso aus der Nähe zu bewundern wie die Gletscher und höchsten Gipfel der österreichischen Zentralalpen.
Die Straße gehört zu den großartigsten Hochgebirgsstraßen Europas: 48 km lang ist sie, und an ihrem höchsten Punkt, dem Hochtor, gelangt man auf 2506 m. So nah wie hier mit dem Auto kommt man dem höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner, sonst nur zu Fuß: Von der Franz- Josefs-Höhe (2422 m) hat man einen herrlichen Blick auf den 3797 m hohen Riesen und seinen Gletscher, die Pasterze.
2003 war die steirische Metropole Kulturhauptstadt Europas und nutzte diese Gelegenheit gleich zu einer architektonischen Rundumerneuerung: Die Insel in der Mur, entworfen vom New Yorker Künstler Vito Acconci, und das neue Grazer Kunsthaus. Beim Steirischen Herbst spielen hingegen jedes Jahr ab Oktober Literatur, Theater und Musik die Hauptrollen.
Die Bibliothek im Benediktinerstift Admont zählt zu den eindrucksvollsten, die im Barock entstanden sind. Neben den teils aus dem 12. Jh. stammenden Handschriften sind die herrlich mit Fresken ausgemalten Räumlichkeiten wahre Schätze.
Der größte Steppensee Österreichs ist bei Badegästen und Surfern gleichermaßen beliebt. An seinem Ufer wachsen die Trauben der besten Rot- und Süßweine Österreichs und finden alljährlich im Sommer die Operettenfestspiele von Mörbisch statt. Der Seewinkel mit seinen »Lacken« – Salzsteppen-Teiche – und seiner einzigartigen Vogelwelt erstreckt sich im Osten des Sees bis an die ungarische Grenze.
Einst war Wien das Zentrum eines Weltreiches, heute ist es immer noch die Hauptstadt einer kleinen Republik, das Wiener Flair ist aber geblieben. Sei es bei einem Rundgang in Schloss Schönbrunn oder der Hofburg, einem Spaziergang an der Ringstraße und im Prater, bei einer Visite im »Steffl«, den Museen und Galerien. Und auch die haben nichts von ihrer Atmosphäre eingebüßt.
Weithin sichtbar auf einem steilen Felsen gelegen, ist das Benediktinerstift Melk wohl das prächtigste Kloster Österreichs. Der Barockbau besticht mit dem prunkvollen Marmorsaal, der Stiftskirche, mit Fresken und Kirchenschätzen: Die Bibliothek zum Beispiel besitzt 90 000 Bände, 2000 Handschriften und 850 Inkunabeln.
Über 30 km erstreckt sich die grüne Landschaft der Wachau zwischen Melk und Krems entlang der Donau. Mit ihren Urgesteinterrassen, auf denen Weinreben gedeihen, den Winzerhöfen, Weinbaugemeinden und Burg ruinen wurde die Wachau zum UNESCO-Welterbe erklärt. Der meistbesuchte Ort ist Dürnstein, von der barocken Pfarrkirche und den Resten der Burg dominiert, auf der Richard Löwenherz Gefangener war.






