Brasilien - Polyglott Top12-Tipps
Der Granitkegel des 704 m hohen Zuckerhuts zieht Blicke auf sich und lenkt diese zur Nachbarstadt Niterói und zur gebirgigen Costa do Sol auf der anderen Seite der Guanabara-Bucht. Die Zahnradbahn zum Corcovado und zu der berühmten Christusfigur führt durch den Sekundär- Regenwald des Tijuca-Nationalparks, der bis ins Zentrum Rios reicht.
Tropisches Grün verlieh der Costa Verde ihren Namen. Inmitten der atlantischen Vegetation nistet das Kolonialstädtchen Parati. Der frühere Endpunkt der Maultierkarawanen mit Gold aus Minas Gerais geriet nach dem Boom in Vergessenheit, konnte so seine Architektur bewahren und wurde erst durch den Tourismus wieder wach geküsst. Zwischen Rio und São Paulo gelegen, zählt der Ort vor allem am Wochenende zu den beliebtesten Ausflugszielen der Brasilianer.
Die ehemalige Goldgräberstadt wurde von der UNESCO bereits 1980 unter Schutz gestellt. Ouro Preto liegt im Zentrum des reichen kolonialen Erbes und seine Gassen, Plätze, Klöster und Kirchen lassen erkennen, wo und wie Brasilien aus seinen alten portugiesischen Wurzeln entsprang. Jeder zu Fuß zurückgelegte Meter offenbart, welche Wunderwerke der barocke Kunstrausch vergangener Blütezeiten hervorbrachte.
Die UNESCO nahm das Ensemble 1985 in die Liste des schützenswerten Kulturerbes auf. Die gepflasterten Gässchen und bunten Häuserfronten des Pelourinho- Viertels und die barocke Eleganz des Carmo- Viertels sind heute sehr beliebte Flaniermeilen, die durch ihr afrikanischportugiesisches Flair bestechen.
Von schlanken Kokospalmen gesäumte Badestrände reihen sich hier aneinander wie Perlen auf einer Schnur. Entlang der teilweise mautpflichtigen Staatsstraße BA-099, auch Estrada do Coco und im weiteren Verlauf Linha Verde genannt, lassen sich herrlich geschwungene Buchten und weitläufige Sandstrände nördlich von Salvador bequem erkunden.
Olindas barocke Klöster und Kirchen sind seit 1982 auf der UNESCO-Liste des zu schützenden Kulturerbes. Im Amparo- Viertel lohnen viele Ateliers unterschiedlichster Künstler einen Besuch. In der »fünften Jahreszeit« ist die gesamte historische Stadt Schauplatz aus gelassenen volkstümlichen Karnevaltreibens mit riesigen Puppen und traditionellen Rhythmen und Klängen wie Maracatu und Frevo.
Einmal ans Ende der Welt und zurück – dorthin, wohin bis heute nur Sandpisten führen und Stress und Hektik Fremd wörter sind. Das ehemalige Fischer örtchen kauert malerisch zwischen meter hohen Sanddünen und romantischen Süßwasserlagunen an der Costa Sol Poente – den feinsten und weißesten Sandstränden Brasiliens.
Es ist spektakuläres Sinnbild des Kautschuk-Booms und Wahrzeichen der Millionenstadt Manaus – das weltberühmte Opernhaus der Urwaldmetropole. Die Pracht seiner feudalen Ausstattung eingebettet in die Absurdität des tropischen Regenwaldes umgeben das Teatro Amazonas mit einer Aura der Unwirklichkeit – wie eine Fata Morgana des Dschungels.
Anhand der Wohnblöcke, Kirchen und Regierungsgebäude der brasilianischen Retortenhauptstadt lässt sich Oscar Niemeyers beeindruckende architektonische Formensprache (fast) in Reinkultur bewundern. Die von Lúcio Costa und Oscar Niemeyer geplante »Hauptstadt der Zukunft« gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Den Reichtum der im Pantanal vertretenen Tierarten lässt die für das Überschwemmungsgebiet häufig gebrauchte Bezeichnung »Südamerikas Arche Noah« bereits erahnen. Doch im Gegensatz zum alten Testament kommt es hier nicht während der Regen-, sondern während der Trockenzeit zur stärksten Konzentration von Wildtieren rings um die Wasserlöcher.
Curitiba entspricht weitestgehend dem brasilianischen Idealbild einer Stadt des 21. Jhs. Eine ungewöhnlich weitsichtige Stadtplanung sorgte für die landesweit höchste Pro-Kopf-Versorgung der Einwohner mit Parks und Grünflächen. Für viele Touristen ist die Stadt auch als Ausgangspunkt einer einzigartigen Zugfahrt interessant. Die Stichbahn zur Küste führt durch von atlantischem Regenwald bedecktes Küstengebirge über das verschlafene Morretes bis zum Exporthafen von Paranaguá.
Die Wasserfälle im Dreiländereck Brasilien – Argentinien – Paraguay beeindrucken mit weißer Gischt und dem Donnergrollen von 272 in den Abgrund tosenden Kaskaden – unabhängig von Trocken- oder Regenzeit. Sowohl auf argentinischer als auch auf brasilianischer Seite werden die Mega- Fälle von Nationalparks umgeben, die seit 1986 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören.









