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Alifu/Rasdu

Das 85 km lange Ari-Atoll südwestlich von Male umfasst 29 Inselhotels und 18 idyllische Inseldörfer. Schon in den 1980er-Jahren wurde damit begonnen, das Atoll für den Tourismus zu erschließen. Mittlerweile sind Ari und sein kleines Satelliten-Atoll Rasdu im Norden ein sehr beliebtes Ziel für Taucher und verwöhnte Inselfreaks geworden. Dies wurde nicht zuletzt aufgrund des Transfers mit den weitgehend wetterunabhängigen und schnellen Wasserflugzeugen möglich. Ein Kuriosum ist die sogenannte Ari-Zeit: Auf manchen Inseln geht die Uhr um eine Stunde vor.

Im Ari-Atoll findet man Extreme: kleine und ursprüngliche Inseln wie Angaga und Kandolhudoo, aber auch Hotelmonster mit 500 Betten, Süßwasser-Swimmingpool und Fitnesscenter wie Sun Island (Nalaguraidhoo) im Süden oder das bekannte Kuramathi im Rasdu-Atoll. Sogar internationale Hotelketten haben sich eingefunden. Dazwischen gibt es eine Vielzahl von kleinen und hübschen Inseln mit einem sehr individuellen Angebot wie Athurugau und Mirihi.

South Malosmadulu

Der südliche Teil des Malosmadulu-Atolls oder, wie die Malediver es auch nennen, Baa, wurde erst vor wenigen Jahren für den Tourismus geöffnet. Dieses Atoll ist nach etwa 45 Minuten Flug mit fantastischer Aussicht auf die einmalige Riff- und Inselwelt nur per Wasserflugzeug erreichbar. Von den 75 Inseln sind dreizehn Inseln von insgesamt 12000 Einwohnern bewohnt. Mit mittlerweile 7 Hotelinseln hat sich in diesem Atoll nun ein weiterer Schwerpunkt im maledivischen Inseltourismus gebildet.

Sonevafushi (Kunfunadhoo) war hier die erste touristische Anlage, angesiedelt auf einer der größten Palmeninseln am Südrand des Atolls. "Zurück zur Natur, aber bitte mit Luxus" heißt das erklärte Motto des Hotels von Six Senses. Mehr auf die Belange von Tauchern und Wassersportlern dagegen achtet man auf der neuen Hotelinsel Coco Palm Resort (Dhunikolhu), die auch ein Spa bietet. Für einen erholsamen Strandurlaub sind jedoch alle Inseln geeignet. Eine weitere Hotelinsel (Meedhupparu) wurde im Jahr 2000 im unmittelbar anschließenden Raa-Atoll (North Malosmadulu) eröffnet.

Malediven

Im ziemlich gleichmäßig ringförmigen Faafu- oder North Nilandu Atoll ist die dreieckige Insel Filitheyo vorerst die einzige, die sich touristisch entwickelt hat. Gelegen am östlichen Außenriff, bilden viele nahe Kanäle gute Tauchreviere mit einer artenreichen Fischfauna. Die Insel selbst ist naturbelassen geblieben: Fast 3000 Kokospalmen und eine dschungelartige Vegetation bilden eine dichte Bewaldung, in deren Schatten sich die Bungalows des Resorts verstecken. Die Sandstrände im Norden und Süden sind natürlich makellos - oder soll man sagen makellos natürlich? Damit es nicht langweilig wird, überrascht die Natur auch noch mit einem Hausriff: Fast 100 m fällt es spektakulär ab und ist an manchen Stellen nur 20 m vom Strand entfernt. Markierte Einstiege erleichtern den Zugang.

Das Filitheyo Island Resort verfügt über 125 Zimmer und 16 außergewöhnliche Wasserbungalows. Das Diving Center Werner Lau ist der zentrale Anziehungspunkt für alle Unterwasserfreunde. Wer den Kopf lieber über Wasser hält, geht zum Katamaransegeln, Kanufahren, Windsurfen oder Fischen.

Faddifolu

Dieses Atoll wurde schon im Jahre 1979 mit einem kleinen Tauchcamp auf der Insel Kuredhoo bekannt. Heute reihen sich entlang der 1,5 km langen idyllischen Insel die Bungalows für über 600 Touristen, und aus der kleinen Tauchbasis hat sich ein international bekanntes PADI-Tauchzentrum entwickelt. Geblieben sind die oft spektakulären Tauchgänge am nördlichen Außenriff mit vielen Großfischen. Der Transfer erfolgt per Wasserflugzeug.

Vor einigen Jahren wurden nicht weit von der Pionierinsel Kuredhoo drei weitere Inselhotels, wenn auch ganz anderer Natur, eröffnet. Da wäre inmitten vieler Atollkanäle das hübsche Komandhoo, ein kleines, lang gestrecktes Palmeninselchen im Nordwesten des Atolls mit gerade mal 50 Zimmern in umweltfreundlicher Holzbauweise und weiteren 15 Wasserbungalows. Die Lage der Insel verspricht spannende Tauchabenteuer. Ein ganz anderes Publikum zieht dagegen die Luxusinsel Kanuhura an. Swimmingpool, zwei Tenniscourts, eine klimatisierte Squashhalle, Wellnesscenter und die aufwendig gestalteten Bungalows bieten das richtige Ambiente für Anspruchsvolle. An der nordöstlichen Seite der Atolle liegt das langgestreckte Palm Beach Resort (Gurado) mit endlosen Sandstränden.

Male

Die meisten Maledivenbesucher werden nur vom Flugzeug aus einen Blick auf die 1,7 km2 große und mit fast 100 000 Einwohnern dicht bevölkerte Inselmetropole werfen können, geht doch die Reise meist schnell per Boot oder mit dem Wasserflugzeug zur eigentlichen Urlaubsinsel weiter. Doch sollte man die Möglichkeit eines halb- oder ganztägigen Besuches der Hauptstadt ruhig nutzen, denn die quirlige Stadt bietet viele Attraktionen.

Besonders im nördlichen Bereich der Stadt kann man zu Fuß interessante Baudenkmäler besuchen: die alte Freitagsmoschee Hukuru Miskiy, den Sultanspark und das Nationalmuseum. Auch für Touristen zugänglich ist das neue Wahrzeichen der Stadt, das 1984 erbaute imposante Islamische Zentrum Masjid al-Sultan Muhammad Thakurufaanu mit der weithin sichtbaren goldenen Kuppel. Maledivischen Alltag pur bieten der Fischmarkt und die Gemüsehalle. Erholen kann man sich abschließend in einem der maledivischen Teehäuser bei heißem Kalu sai (stark gesüßter schwarzer Tee) und Currygebäck oder einem der klimatisierten Restaurants und Coffeeshops.

Kaafu

Hier begann 1972 der maledivische Inseltourismus auf der Insel Kurumba. Mittlerweile warten in dem ziemlich in der Mitte der Malediven gelegenen Atollring 27 Inselresorts auf ihre Gäste. Am Südrand des 70 km langen Atolls mit seinen insgesamt 53 Inseln, 5 davon bewohnt, liegen auch die Hauptstadt Male und gleich gegenüber die Flughafeninsel Hulhule. Einige der spektakulärsten Tauchspots der Malediven finden sich am östlichen Außenriff und im Süden am Vadhoo-Kanal.

Bekannte und noch erschwingliche Inseln für Taucher sind Ziyaraifushi und Eriyadu, alle im Norden des Atolls. Windsurfer sind gut auf Baros aufgehoben, Wellenreiter dagegen werden die bekannten Surfspots in der Nähe von Kanu Huraa mit der Hotelanlage Chaaya Island Dhonveli am Ostrand des Atolls vorziehen. Wer es etwas einsamer und kleiner mag, wird mit der Insel Helengili im Norden des Atolls glücklich sein. Zum kostspieligen Entspannen mit Wellness und Spa findet man sich am besten auf dem Palmeninselchen Banyan Tree ein. Gut speisen und danach vielleicht heiße Rhythmen in der Disko? Dann wäre das teure Kurumba mit mehreren Restaurants und Bars eine gute Wahl.

Malediven

Das Raa-Atoll, 136 km vom Male International Airport entfernt, ist dank seiner Abgeschiedenheit touristisch noch weitgehend unentdeckt. Erst 2000 wurde die bis dahin unbewohnte Insel Meedhupparu zur Hotelinsel Meedhupparu Island Resort umgewandelt. Eine üppige Vegetation bietet Schatten und Abwechslung, auf der Inselmitte stehen viele Palmen. Das wachsende Interesse der Taucher und Schnorchler gilt jedoch dem Hausriff, das sich rings um die Insel ausbreitet. Nur 70-100 m weit vom Ufer entfernt, kann man es leicht über zwei Stege erreichen. Vor den Strömungen muss man sich allerdings in Acht nehmen.

Nichttaucher konzentrieren sich auf die Annehmlichkeiten des Inselresorts, das 215 locker in Bungalows verteilte Zimmer zählt: Swimmingpool und Poolbar, Bars, Disko, Fitnessstudio und Ayurveda-Einrichtungen garantieren Wohlfühlambiente. Sportliche Abwechslung wird auch geboten: Segeln, Windsurfen, Wasserski- und Kanufahren sowie Nachtfischen.

Kaafu

Getrennt durch den 5 km breiten und 600 m tiefen Vadhoo-Kanal schließt sich das kleinere Südmale-Atoll an das Nordmale-Atoll an. Das Atoll mit insgesamt 28 Inseln bietet 16 Hotelinseln, darunter einige der bekanntesten Namen.

Das idyllische Embudu im äußersten Nordosten, nur 10 km von Male entfernt, ist mit seinem schönen Hausriff und dem spektakulären Strömungstauchgang "Embudu Express" eine der bekanntesten Taucherinseln. In einem landschaftlich reizvollen Lagunengebiet liegt im Südosten des Atolls die Insel Olhuveli mit schönem Sandstrand. Ein malerisches Inselkleinod mit unzähligen Palmen ist das bei Windsurfern und Tauchern beliebte Fihalohi im Osten des Atolls. Gleich neben der Einheimischeninsel Guraidhoo liegt die Insel Kandooma mit sehr guter Erreichbarkeit schöner Tauchplätze.

Reiseführer Malediven

Polyglott APA Guide Strandparadiese

Berlitz Complete Guide to Cruising & Cruise Ships 2011

Reise-Links zu Malediven

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