Kanada - Polyglott Top24-Tipps
Überragt von den Coast Mountains und umspült von Pazifikwellen liegt der große Stadtpark auf einer Halbinsel direkt vor der Innenstadt. Per Rad oder Inlineskates an Stränden und Felsbuchten entlang, mit spektakulärem Blick auf die Skyline von Vancouver, lässt sich hier das Lebensgefühl der Westcoast am besten auskosten.
Die Provinzhauptstadt von British Columbia schwelgt in kolonialer britischer Nostalgie. Der quirlige Hafen im Stadtzentrum ist der historische und heute auch touristische Mittelpunkt der charmanten Kleinstadt. Jachten und Segelboote ziehen ihre Bahnen, majestätische Parlamentsbauten und blumengeschmückte Gassen umrahmen das Hafenbecken. Und im prächtigen efeuumrankten Fairmont Empress Hotel von 1908 wird bis heute in der Tea Lobby der »Afternoon Tea« serviert.
Wale beobachten, Kajak fahren oder surfen, in heißen Quellen baden oder auf Wildnis-Trails wandern – damit lockt die Westküste von Vancouver Island. Das Fischernest Tofino liegt mittendrin und voll im Trend des Naturtourismus. Kein Wunder, beginnt doch am Südrand des Ortes der Pacific Rim National Park mit seinen Regenwäldern und windumtosten Stränden. Nach Norden hin erstreckt sich der Clayoquot Sound, ein Puzzle aus grünen Inseln und glitzernden Meeresarmen.
Früher schipperten hier Goldgräber zum Klondike und nach Alaska. Heute fasziniert der geschützte Seeweg zwischen Inseln und Festland Kreuzfahrt- und Fährpassagiere: Tiefgrüne Fjorde und felsige Eilande säumen die Route, Lachse springen in Buchten, Seelöwen ruhen auf Felsen und Orca-Wale tauchen aus den Fluten. Eine Seh-Fahrt voller Naturerlebnisse.
Nicht im Museum, sondern im Original und an originaler Stelle kann man kunstvoll geschnitzte Totempfähle der Westküsten- Indianer in der Region von Hazelton bewundern. In Tsimshian-Dörfern wie Kitwancool oder Gitwangak stehen noch über 100 Jahre alte Exemplare dieser faszinierenden Zeitzeugen. Dazu hat der Stamm im ’Ksan Indian Village ein Dorf mit sechs großen bemalten Clanhäusern als Museum originalgetreu rekonstruiert und eine Schnitzschule sowie Werkstätten für junge Künstler geschaffen.
Promis kommen zum Skilaufen, und Prinz Charles war auch schon da. Kein Wunder, denn Whistler ist das Sankt Moritz des winterlichen Kanada, ein Pistenparadies mit zwei Skibergen, alpenländisch gestyltem Dorf und schicker Après-Ski-Szene. Im Februar 2010 treffen sich hier die besten Sportler der Welt zur Winterolympiade, dann ist Whistler ein Platz unter den Top Ten der beliebtesten Skiziele sicher. P.S.: Im Sommer locken Bike und Hiking Trails, Golfplätze und Terrassenlokale.
Kanadischer Whiskey ist bekannt, aber kanadischer Wein? Ein Test lohnt sich: Mehrere Dutzend Weingüter produzieren in dem gut 200 km langen Tal im sonnigen Süden von British Columbia teils exzellente – und über Kanada hinaus gerühmte – Weine. Das beinahe wüstenhaft trockene Klima um den Lake Okanagan bietet den Reben ideale Bedingungen. Und der meist ganz plötzlich einsetzende Herbstfrost sorgt dafür, dass hier auch Eisweine der Spitzenklasse gekeltert werden.
Der unbekannteste unter den Parks der Rocky Mountains ist einer der schönsten. Abrupt steigen die Berge aus den sanft gewellten Prärieebenen auf. Zwischen die Bergketten schmiegen sich lang gestreckte schimmernde Seen aus der Eiszeit. Hier wartet – der oberbayerische Königssee lässt grüßen – auch das eindrucksvollste Erlebnis des Parks: eine Bootstour auf dem Upper Waterton Lake tief in die völlig unberührte Bergwelt bis in den benachbarten Glacier National Park der USA.
Banff war 1885 Kanadas erster Nationalpark und ist bis heute der berühmteste geblieben – eine steinerne Wunderwelt am Hauptgrat der Rockies aus Gletschertälern, schroffen Dreitausender-Gipfeln, smaragdgrünen Seen und tosenden Wildbächen. Der Tourismus konzentriert sich auf das Städtchen Banff und die Uferpromenade am viel fotografierten Lake Louise. Im stillen Hinterland aber gibt es reichlich Pfade in die Bergwildnis – und dazu Bären, Bergziegen und Wapitihirsche.
Der Maligne Lake mit Spirit Island vor den schneebedeckten Gipfeln der Rocky Mountains ist das klassische Kanada- Fotomotiv. Der Jasper National Park ist voll solcher Ansichten: Die weißen Eiszungen des Columbia Icefield etwa, die schmale Klamm des Maligne Canyon oder die Wapitis auf den Wiesen am Athabasca River. Legendär ist auch der Icefields Parkway, die Gletscher-Panoramastraße zwischen Banff und Jasper.
Edmonton hat die richtige Medizin gegen bitterkalte Winter und nordische Einsamkeit: eine der größten Shopping Malls der Welt. Neben rund 800 Läden und Kaufhäusern und über 100 Lokalen findet man hier karibische Lagunen und ein Wellenbad, Minigolf, einen Vergnügungspark mit rasanten Rutsch- und Achterbahnen und viele andere Attraktionen. Und wer noch nicht genug hat, kann hier auch in einem Hotel mit skurrilen Themenzimmern übernachten.
Drumheller ist Kanadas Stadt der Dinosaurier: Die Badlands am Red Deer River, ein bizarr erodiertes Flusstal, sind nämlich eine der ergiebigsten Fundstätten für Saurierfossilien weltweit. Das ausgezeichnete Royal Tyrrell Museum zeigt die wissenschaftliche Seite der Ausgrabungen, darunter zahlreiche bestens erhaltene Saurierskelette. Im Ort selbst warten – knallbunt bemalt und manchmal durchaus realistisch – herrlich kitschige Betondinos.
Wenn die Torontonians »clubbing« sagen, dann meinen sie die nächtliche Tour durch Torontos Musikszene, als deren Herz die Neighbourhoods gelten. In Szenevierteln wie Queen Street Village, West Queen West oder Kensington Market gibt es Livemusik für jeden Geschmack, in etwa 40 Klubs wird Jazz vom Feinsten gespielt.
X-mal im Fernsehen gesehen und doch eine Wucht, steht man erst einmal davor: Die Niagarafälle gehören mit Recht zu den Top-Attraktionen Nordamerikas, ihr kanadischer Teil sind die Horseshoe Falls. Unvergesslich ist der Trip mit einem »Maid of the Mist«-Dampfer mitten hinein in diese gigantische Waschstraße. So dicht heran an die 180 Millionen Liter Wasser, die da pro Sekunde herabstürzen, dass Sie das Rauschen noch abends beim Dinner mit Fälle-Blick im Drehrestaurant des Skylon Tower im Kopf haben.
Kanadas wohl ungewöhnlichstes Museum bezog bei seiner Einweihung 1989 viel Schelte: zu teuer, zu hässlich … Heute gilt das Haus, das sich der Natur- und Kulturgeschichte des Landes widmet, als Museums-Prototyp. Draußen Wasser in Bewegung ähnelnd, nimmt es den Besucher drinnen mit auf eine spannende Zeitreise durch Kanada, mit besonders sehenswerten Zeugnissen indianischer Kultur samt einer Totempfahl-Sammlung.
Das spannende Museumsdorf dokumentiert ein einmaliges Experiment: Im Schutz von Palisaden lernten Jesuiten und Huronen voneinander, bis feindliche Irokesen der ersten interkulturellen Begegnungsstätte Nordamerikas ein blutiges Ende setzten. Nach alten Plänen rekonstruiert, entführt Ste-Marie heute in diese Zeit.
Kanada wie gemalt – hier ist das durchaus ernst gemeint. Rot, pink, weiß der Fels, blau bis grün der See, tiefgrün der Nadelwald, dazu die vom unbarmherzigen Westwind gebeugten einsamen Kiefern: Kein Wunder, dass die Maler der Group of Seven hier ihre Inspiration fanden, und Wanderer und Paddler von heute ihre Mitte. Das Wildnisgebiet am Nordufer des Lake Huron mit seiner artenreichen Flora und Vogelwelt gilt als Juwel des Parksystems von Ontario.
Die Irokesen waren hier, die »Seigneurs« und »Habitants« genannten französischen Kolonisten adliger und gemeiner Herkunft, englische Soldaten und zuletzt »les Anglais«, die Anglo-Kanadier: Vieux- Montréal, ein oft kopfsteingepflastertes Rechteck von Häusern und Kirchen aus drei Jahrhunderten, ist Kanada komprimiert. Bronzetafeln an jeder Ecke des charmanten historischen Zentrums am St.-Lorenz-Strom machen die dramatische Vergangenheit der Stadt lebendig.
Willkommen in der Wiege Kanadas! In einer Stadt, die von der einzigen – bestens erhaltenen – Stadtmauer in Nordamerika geschützt wird. Auch deshalb gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die bewehrte Altstadt von Ville de Québec ist das Herz Französisch-Nordamerikas, mit dem weltberühmten Château Frontenac und schönen Kirchen in der Oberstadt sowie engen Gassen und Feldsteinhäuschen wie in der Bretagne in der Unterstadt.
Wo einst Fischer mit ihren Ochsenkarren auf schmalen Pfaden hoch über dem Atlantik zum Markt an der Nordseite der Halbinsel reisten, wundern sich heute trainierte Trekker, wie diese Menschen das schafften. Für Wander- und Naturfreunde gehört Forillon mit seinen Trails durch felsige, dicht bewaldete Landschaft und den grandiosen Aussichten über den St.- Lorenz-Golf zum Schönsten, was Kanada zu bieten hat. Und mit etwas Glück erspäht man stromaufwärts ziehende Wale.
Mildes Klima, Baden im Meer, 40 Kilometer makelloser weißer Sandstrand in Kanada? Die unberührte Dünenlandschaft des Nationalparks auf Prince Edward Island, wo im Juli und August die Temperaturen dank des Golfstroms sogar 20 Grad erreichen, bietet dies alles. Die Top-Strände der »kanadischen Riviera« sind Cavendish und Brackley Beach, und am Dalavay Beach kann man in einem der schönsten Country Inns der Maritimes nächtigen.
Schöner kann Autofahren nicht sein! Vor der Haube windet sich der Asphaltstreifen in Serpentinen über Felsen, Kaps und Vorgebirge, um zuletzt im blaugrau schimmernden Dunst zu verschwinden. Und tief unten kracht der Nordatlantik wütend gegen die Steilküste. Der Cape Breton Island im östlichen Nova Scotia umrundende Cabot Trail, auf dem eine spektakuläre Aussicht die nächste jagt, gilt zu Recht als eine der Traumstraßen der Welt.
Spektakuläre Landschaften, herrliche Straßen und Trails: Der Besuch des Nationalparks im Westen von Newfoundland garantiert unvergessliche Eindrücke, sei es bei Wanderungen auf dem 600 m hohen Plateau der steinigen Tablelands, durch die lieblichen Green Gardens, wo Elche im Brackwasser Kühlung suchen, oder auf einer Bootstour in die spektakuläre Kulisse des Fjords Western Brook Pond. Nicht umsonst ist diese Wildnis UNESCO Weltnaturerbe.
Zunächst durch den Gros Morne National Park, und dann immer geradeaus, den Schildern mit dem Wikingerschiff nach: 400 km strebt der Viking Trail nach Norden: Kaum Verkehr, kaum Menschen, saisonal Eisberge in einer Bucht und am Ende die frühe Wikingersiedlung L’Anse aux Meadows. In einem rekonstruierten Erdhaus kann man den Wikingeralltag nachvollziehen, im Besucherzentrum mehr dazu erfahren.






