London - Polyglott Top12-Tipps
Harrods ist der Inbegriff des Konsumtempels, der wahre Star unter den Kaufhäusern aber Selfridges in Oxford Street: Ob Parfümerie, Food Hall oder Designermode – alles hat internationales Flair. Dies gilt gleichermaßen für die 19 Cafés, Bars und Restaurants, die mit Sushi, Austern, italienischen Snacks und guten Weinen locken.
Hier steht der Straßenname quasi synonym für den im Jahr 1837 gegründeten und immer noch besten Flohmarkt der Metropole. Das Sortiment, das hier an Straßenständen und in Läden ausgebreitet wird, reicht von Antiquitäten über Kitsch und Trödel bis zu Obst und Gemüse. Notting Hills bunter üppiger Markt ist einfach wunderbar zum Bummeln und Stöbern. Und Schnäppchenjäger werden bestätigen: Überraschungen gibt es hier immer wieder.
Die Galerie versammelt über 2000 hochkarätige Meisterwerke aus allen europäischen Kunstschulen, darunter Gemälde von Rembrandt, Rubens, van Dyck und Constable. Der moderne Sainsbury Wing konzentriert sich auf die Sammlung von Renaissance-Bildern (u.a. von Leonardo da Vinci, Tizian, Caravaggio). Zudem werden interessante Wechselausstellungen geboten.
Die Tate Britain ist nach der National Gallery die zweitwichtigste Sammlung britischer Malerei, darunter die Werke William Turners in der Clore Gallery. Die meist bestaunte Galerie der Stadt ist die Tate Modern mit Werken der internationalen Gegenwartskunst ab 1900. Das Tate-To-Tate-Boot pendelt zwischen den beiden.
Ein Besuch in der majestätischen Westminster Abbey gleicht auch einem Spaziergang durch die britische Geschichte. Seit 1066 ist sie eng mit dem Königshaus verbunden. Hier wurden fast alle Monarchen gekrönt, und mit zwei Ausnahmen fanden sie hier ihre letzte Ruhestätte. Gedenktafeln ehren Staatsmänner und Wissenschaftler, neue Portalstatuen Märtyrer des 20. Jhs.; in Poet’s Corner ruhen berühmte Literaten. Und über allem streben gotische Formen himmelwärts.
Als Amtssitz und Londoner Residenz der Queen darf er wohl als der berühmteste Palast der Welt gelten. Ist die Queen zu Hause, weht die königliche Standarte, sonst der Union Jack. Und wenn sie im Sommer in Schottland Ferien macht, stehen die Staatsräume zu Besichtigungen offen. Vor dem Palast vollzieht sich das beliebte Schauspiel im Paradeschritt: Changing the Guards – die zeremonielle Wachablösung der Haushaltsgarde.
Das Mega-Museum lockt mit unzähligen Kostbarkeiten. Dazu gehören ägyptische Mumien, 15 Parthenon-Friesen, archäologische Funde aus dem Mittelalter. In der Mitte des von Sir Norman Foster gestalteten Great Court, des Innenhofs aus Glas und Stahl, befi ndet sich der berühmte Reading Room, in dem schon Marx und Lenin gearbeitet haben.
Was tun, wenn man frische Luft braucht? Man geht in den Hyde Park. Im Schatten alter Bäume picknicken, auf dem Serpentine-See rudern, an der Speaker’s Corner zündenden Reden oder einem Konzert lauschen – langweilig ist es hier nie. Südlich der Serpentine liegt der Park Kensington Gardens. Erster Stopp ist vielleicht die Serpentine Gallery, die zeitgenössische Kunst zeigt. Und ein Bummel zum Kensington Palace, zu ihren Lebzeiten Residenz von Prinzessin Diana, muss einfach sein.
1851 von den Erlösen der Weltausstellung errichtet, ist das V&A heute das größte Museum der Welt für dekorative Kunst mit schier überwältigender Fülle. »Viele unserer Exponate sind mehr als 3000 Jahre alt«, sagt die Museumsleitung, »aber wir sind weder verstaubt noch verschlafen«. Zur Image-Pflege gehören DJ-Abende und Sonderausstellungen, die zu Publikumsmagneten avancieren, sowie die Öffnung bis 22 Uhr am letzten Freitag im Monat.
Dieses Meisterwerk von Sir Christopher Wren ist mit seiner 113 m hohen Kuppel die beeindruckendste Kirche der Stadt. Viele Besucher steigen die 530 Stufen zur Golden Gallery hinauf und genießen den weiten Panoramablick über die Stadt beiderseits der Themse. Andere genießen die wunderbaren Orgelkonzerte in der prunkvollen, mit Mosaiken geschmückten Kathedrale, die dem Schutzheiligen Londons geweiht ist.
Die Südseite boomt. Das wird allein an den vielen neuen Cafés deutlich. Der Spaziergang entlang der Uferpromenade, z. B. zwischen Westminster Bridge und Tower Bridge, bietet viele Eindrücke und spannende Kontraste zwischen Historischem und Kultur der Gegenwart. Wenn am frühen Abend die Lichter angehen, mischen sich Konzert- und Theaterbesucher, fl anierende Paare und Büroangestellte, die ein Bier vor der Heimfahrt trinken.
Von der U-Bahn Green Park braucht man nur eine halbe Stunde, um in einer anderen Welt anzukommen. Alle elf Bahnhöfe der Jubilee Line, die das Zentrum mit den Docklands verbindet, wurden von Stararchitekten entworfen. Am spektakulärsten ist Sir Norman Fosters Hightech-Station Canary Wharf. Hier zu Füßen der Bürotürme der »new City in the Docklands« zu stehen, durch die Shopping Centres von Canary Wharf zu bummeln – welch ein Kontrast zur Innenstadt.







