Fuerteventura - Polyglott Top12-Tipps
Nur auf holprigen Pisten zu erreichen ist die abgelegene Siedlung, die aus Steinkaten und einem urigen Restaurant besteht. Dort liegen die insgesamt 10 km langen Traumstrände Playa de Cofete und Playa de Barlovento, die zu langen Strandspaziergängen einladen. Baden ist wegen der Strömungen allerdings zu gefährlich.
Aufsteigen, runterfallen, aber nur in seichtes Wasser: Die breite Lagune ist ein ideales Surfrevier für Anfänger. Fortgeschrittene zieht es aufs offene Meer, wo Passat- und Saharawind starke Wirkung zeigen. Auch Kitesurfen mit Hilfe eines Drachens wird immer populärer. An der Playa hat der Schweizer René Egli die größte Surfstation der Welt errichtet. Im Sommer werden jedes Jahr Weltcuprennen ausgetragen und das Beiprogramm lockt mit Fiesta-Atmosphäre.
Das Fischerdorf an dem Strand mit dem schaurigen Namen Playa de los Muertos (Strand der Toten) ist für seine Restaurants bekannt, die frischen Fisch und Meeresfrüchte servieren. Baden wird – durch Flaggen angezeigt – nur bei absolut ruhiger See erlaubt. Dafür entschädigt ein Spaziergang an der Steilküste, an alten Hafenanlagen und bizarren Kalkstein formationen entlang. Steile Stufen führen dort ans Meer zu einer geheimnisvollen Höhle.
Tief blicken lässt der schöne Weg von der Palmenoase Vega de Río Palmas durch die Schlucht Barranco de las Peñitas, der bläuliche Syenit, der ihre Wände formt, entstand in einem Vulkan. Unterwegs zur Kapelle Ermita de la Peña können Hobby-Ornithologen an einem fast verlandeten Stausee Zugvögel beobachten.
Idyllisch liegt Fuerteventuras alte Hauptstadt eingebettet in eine bizarre Berglandschaft. Ein Ensemble würdiger Adelspaläste umrahmt die wehrhafte frühere Kathedrale, die ebenso wie zwei Museen erstaunliche Kunstschätze birgt. Kunsthandwerk live ist in der Casa Santa María zu erleben. Romantisch wirkt die Ruine eines Franziskanerklosters in dem hübschen Park am Stadtrand.
Die in Afrika beheimatete Wüstenlilie diente den Einheimischen schon immer als Hausmittel. Seit einigen Jahren von der Kosmetikindustrie entdeckt, wird die Pflanze mit den spitzen, fleischigen Blättern und aufrechten gelben Blütenständen nun erfolgreich bei Tiscamanita angebaut und vor Ort zu naturreinem Gel und Extrakt verarbeitet. Besucher sind in der kleinen Fabrik zum Schauen, Testen und Shoppen willkommen.
In Antigua und den umliegenden Dörfern werden Stickereien, Keramik, Flechtwaren und vieles mehr angeboten. Im Winter gibt es jeden Monat einen Handwerkermarkt, im Frühjahr verkaufen Manufakturen aller Kanareninseln auf einer Messe. Die Waren werden auch im Shop des Centro de Artesanía Molino de Antigua, einem umgebauten Gutshof mit Windmühle und Kornspeicher, angeboten.
Was einst »nur« Gartenzentrum mit exotischer Flora war, begeistert heute auch als riesige künstliche Oase mit einem Zoo, in dem sich Vögel, Affen, ja sogar Zebras und Krokodile zu Hause fühlen, und einem botanischen Kaktusgarten mit Wasser speichernden Pflanzen aus aller Welt. Abenteuerlich ist der Ritt auf einem Dromedar durch die wüstenhafte Umgebung. Für das leibliche Wohl sorgen Cafeteria und Restaurant.
In dem alten Fischerei- und Handelshafen schnuppert man heute das Flair der Seglerszene. Tagsüber bieten sich Cafés und Restaurants zur Mußestunde mit Logenplatz an, abends trifft man sich in den Bars im originellen Hafengebäude. Wissenswertes über die Meeresfauna vermitteln schwimmende Käfige und Ausfahrten per Glasbodenboot oder Katamaran.
Ein ganzer Ortsteil des längst von den Bauern verlassenen Dorfes Tefía wandelte sich zum Freilichtmuseum. Das Inselleben früherer Jahrhunderte wird hier wieder lebendig, mit Getreidemühlen, Filtersteinen, Backöfen, Zisternen. In der Casa de los Herrera können die Besucher beim Töpfern, Flechten, Sticken, bei der Herstellung von traditionellen Blechgefäßen und bei Steinmetzarbeiten zuschauen.
Zeitgenössischer kanarischer und spanischer Kunst widmet sich das Centro de Arte Canario. Die Ausstellung ist in den Räumen eines renovierten Herrenhauses und in unterirdischen Hallen mit Deckenöffnungen untergebracht. Gezeigt werden international renommierte wie auch weniger bekannte Maler und Bildhauer. Mäzen ist der Kunstliebhaber Manuel Delgado Camino (»Mané«). Originell sind die Plastiken im Garten: Jeder Ziege in der Herde verlieh der Künstler individuelle Züge.
Fuerteventuras Wanderdünenlandschaft steht unter Naturschutz. Nur wenige Arten sind hier heimisch, etwa ein großer Laufvogel: die stark bedrohte Fuerteventura-Kragentrappe. Die Strände Playas de Corralejo blieben weitgehend naturbelassen. Ihr schneeweißer Sand, zwischen den sich Lavazungen schieben, besteht aus zerriebenen Muschelund Schneckenschalen. Nur zwei Hotels stehen einsam zwischen den Dünen.







