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Peking - Polyglott Top12-Tipps

Panjiayuan-Markt

Die meisten Chinesen haben eine echte Krämerseele – sie kaufen und verkaufen alles. Wer in dieses Leben eintauchen möchte, begibt sich am besten am Wochenende zum Panjiayuan-Markt. Rund 3000 Händler bieten ihre Waren feil: Porzellan, Kleidung, Möbel, Teppiche, Schmuck, Münzen, Kunsthandwerk und Souvenirs aus dem ganzen Land. Wer nicht nur schauen, sondern auch kaufen will, sollte auf keinen Fall das Feilschen vergessen.

Peking-Oper

Kein Abendkleid, keine festliche Stimmung. Eher kann man sich auf Tee und das Knabbern von Erdnüssen einrichten. Aber das wird übertönt von der lauten, oft schrillen Musik der Geigen, Flöten, Trommeln und Gongs. Peking-Opern beinhalten außer Musik und Tanz auch Pantomime und Akrobatik – und das in grandiosen Kostümen. Da heute meist eine Zusammenstellung einzelner Szenen aus verschiedenen Opern gezeigt wird, kann es ein unterhaltsamer Abend werden.

Houhai

Die künstlich angelegten Seen westlich und nordwestlich des Kaiserpalastes dienten immer schon der Freizeitbeschäftigung, einst des Hofes, jetzt des Volkes. Zudem haben sich rund um die Silberbarrenbrücke, die den schmalen Kanal zwischen dem Qianhai und dem Houhai überspannt, zahllose Restaurants, Kneipen und Bars etabliert.

Tian’anmen-Platz

Der vermutlich größte Platz der Welt ist das politische Herz der chinesischen Hauptstadt. Durch den Stil der umliegenden Gebäude – Große Halle des Volkes, Nationalmuseum, Mao-Mausoleum – atmet er die Zeit der frühen Volksrepublik, der Massenkundgebungen und -aufmärsche in der Kulturrevolution, der protzigen Autorität. Doch immer schon war er auch ein Ort des Totengedenkens, nicht nur an die Opfer des Massakers vom Juni 1989, auch wenn heute hier Kinder friedlich ihre Drachen steigen lassen.

Kaiserpalast

Das Zentrum der Macht. Hier residierte seit Anfang des 15. Jhs. der Kaiser von China in einem Ensemble aus Palästen, Hallen, Toren, Höfen und Wandelgängen. 9999 Räume sollen es angeblich sein, nur der Himmel verfügt über die höchste Zahl von 10 000. Auch ohne Tücher und Räucherkerzen, Dekoration und Tausende von Eunuchen lässt sich heute noch die Pracht erahnen, die den Kaiser umgab, und die Macht der Mauern, die seinen Blick nach innen lenkten.

Lamatempel

Die einstige Prinzenresidenz aus der Ming-Dynastie war später ein Kloster für bis zu 1200 lamaistische Mönche, die der Kaiser aus Tibet und der Mongolei in die Hauptstadt geholt hatte. Nach aufwendiger Renovierung erstrahlen die Hallen in altem Glanz und stellen wertvolle Zeremonialgegenstände und buddhistische Figuren aus. Höhepunkt ist die aus einem 26 m langen Baumstamm geschnitzte Statue des Maitreya.

Hutongs

Noch bis vor 30 Jahren war Peking ein Meer von niedrigen Hofhäusern, die sich von hohen Mauern umgeben zu den engen Gassen abschlossen. Die Hauptstadt des Reiches war abseits der Paläste des Adels eine Ansammlung von Dörfern. Viele Hutong-Quartiere sind inzwischen abgerissen und durch moderne Bauten ersetzt. Einige bleiben jedoch erhalten und werden behutsam renoviert.

Peking-Ente

Die Haut in einem speziellen Ofen kross gebraten, das Fleisch zart, mit Frühlingszwiebeln in einen hauchdünnen Pfannkuchen gewickelt und in eine würzige Sauce gedippt – so genießt man die Peking- Ente, meist in geselliger Runde. Auch der nach dem Mahl dringend erforderliche Verdauungsschnaps trägt zur fröhlichen Stimmung bei. Unser Tipp: Quanjude »Peking Duck« Restaurant.

Himmelstempel

Der Kaiser galt als der Stellvertreter des Himmels auf Erden; hatte er sein Mandat verloren, konnte er auch von den Irdischen gestürzt werden. Kein Wunder also, dass der Herrscher dem Himmel einen besonders prächtigen Tempel errichten ließ, in dem er persönlich rituelle Opfergaben darbrachte. Die »Halle des Ernteopfers« mit ihren harmonischen Proportionen und dem dreistufigen Dach gehört zu den schönsten Bauwerken Chinas.

Sommerpalast

1752 schenkte der Qianlong-Kaiser den Garten seiner Mutter zum 60. Geburtstag. Er umfasst 29 km² Fläche, einen großen, künstlich angelegten See, einen gewaltigen, durch den Aushub entstandenen Hügel und zahlreiche Wohnhöfe, in denen Mitglieder der Kaiserfamilie im Sommer lebten, um der Hitze der Stadt zu entfliehen. Heute ist er ein ausgedehnter öffentlicher Park mit mehreren Ausstellungen über das Leben der Kaiserfamilie.

Ming-Gräber

In dem weiten Talkessel gut 50 km nördlich des Stadtzentrums liegen 13 der 16 Ming-Kaiser sowie zahlreiche Kaiserinnen, Konkubinen, Prinzen und Prinzessinnen begraben. Schon zu Lebzeiten ließen die Herrscher gewaltige Mausoleen errichten, die den Hallen im Kaiserpalast ähneln – die Seele des Toten sollte sich schließlich zu Hause fühlen. In einem geöffneten Grab sind die Pracht der Grabbeigaben und die unterirdischen Gewölbe zu besichtigen.

Große Mauer

Die Große Mauer, die die Chinesen »lange Mauer« nennen, wurde in ihrer heute noch erkennbaren Form Anfang des 15. Jhs. erbaut, als Kommunikationslinie in unwegsamem Gelände zum Schutz gegen die »barbarischen« Reitervölker aus dem Norden. Einige Abschnitte, beispielsweise bei Badaling und Mutianyu, sind restauriert und ein äußerst beliebtes Touristenziel.

Reiseführer Peking

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