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Wenjin Jie1
100034 Beijing
Tel. +86 10-64033225
E-Mail: infobeihaipark.com.cn
www.beihaipark.com.cn/en
Öffnungszeiten: April, Mai, September und Oktober: tgl. 6-20.30 Uhr; Juni bis August: tgl. 6-22 Uhr; November bis März: tgl. 6-20 Uhr.

Der Beihai-Park (Park des Nordmeers) wurde schon zu kaiserlichen Zeiten angelegt, damit der Hofstaat sich amüsieren konnte. Heute kann man hier spazieren gehen, auf dem See rudern, Tempel und mauerumgebene Gärten besuchen oder im Fangshan-Restaurant gut speisen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind das Runde Fort aus dem 15. Jh. am Südeingang, in dem ein weißer Jadebuddha die Blicke auf sich zieht, genau wie ein anderthalb Meter im Durchmesser erreichendes Nephrit-Gefäß, das Kublai Khan als Weinbehälter gedient haben soll. Die weithin leuchtende weiße Dagoba auf der Spitze der "Insel der erlesenen Jade" wurde 1651 zum Besuch des 5. Dalai Lama in Peking erbaut. Im nördlichen Bereich des Parks vereinigt eine mehr als 25 m lange, von Keramikkacheln bedeckte freistehende Mauer insgesamt 635 große und kleine Drachen. Sie sollten das Druckstudio für lamaistische Texte dahinter vor Feuer beschützen.

102112 Badaling
Tel. +86 10-69122222
E-Mail: masterbadaling.gov.cn
badaling.gov.cn/language/en.asp

Schon die frühen Dynastien Qin und Han bauten Mauern, um ihre durch Eroberungen und lange Kriege entstandenen Reiche vor den Reitervölkern im Norden zu schützen. Als die Mongolen im 12. Jh. die Macht in China übernahmen, verfiel das Mauersystem. Die Große Mauer, wie man sie heute besichtigen kann, wurde von der chinesischen Ming-Dynastie errichtet, die 1368 die Mongolen vertrieben hatte. Sie ist durchschnittlich knapp 8 Meter hoch und 5-6 Meter breit, so dass sich Soldaten auf Pferden bequem auf ihr fortbewegen konnten. Ihr Kern besteht aus gestampfter Erde, die außen ummauert ist. Hunderttausende von Sklaven und Zwangsarbeitern schufteten an dem Bauwerk. Tausende von ihnen kamen dabei ums Leben und wurden gleich mit eingemauert.

Mehrere Teilstücke des rund 6400 km langen Walles nördlich von Peking sind inzwischen restauriert, so bei Badaling (75 km von Peking, Bus- und Zugverbindungen) oder bei Mutianyu (95 km von Peking). Zahllose Andenkenläden, Imbissbuden und Fotografen, aber auch Seilbahnen erwarten täglich die zahlreichen Besucher.

Beijing
Öffnungszeiten: Park: tgl. 6-22 Uhr; Himmelstempel: März bis Juni: tgl. 8-17.30 Uhr; Juli bis Oktober: tgl. 8-18 Uhr; November bis Februar: tgl. 8-17 Uhr.

Der Tiantan liegt in Pekings größtem Park (273 Hektar) gleichen Namens, zwei Mauern umschließen ihn. Sie repräsentieren den Übergang der Erde zum Himmel. Die meisten Bauwerke des Komplexes entstanden ab 1421 unter dem Ming-Kaiser Yongle. Im Norden erhebt sich über einer dreistufigen Terrasse die runde Halle des Ernteopfers, deren himmelblau gedecktes, ebenfalls dreistufiges Kegeldach alles überstrahlt.

Zur Wintersonnenwende begab sich der Kaiser persönlich zu der Opferstätte, um Zwiesprache mit dem Himmel zu halten, jener abstrakten Instanz, der er sein Mandat verdankte. Nach Tagen des Fastens schritt er auf dem erhöhten Ehrenweg von der Halle des Ernteopfers zum ganz im Süden gelegenen dreistufigen Altar, auf dem er betete und Opfergaben verbrannte, damit ihr Rauch die Gebete zum Himmel beförderte.

Jingshan Qianjie4
100009 Beijing
Tel. +86 10-85007421
Fax +86 10-85007079
E-Mail: gugongdpm.org.cn
www.dpm.org.cn
Öffnungszeiten: April bis Oktober: tgl. 8.30-17 Uhr; November bis März: 8.30-16.30 Uhr.

Der heutige Komplex, ein architektonisches Wunderwerk mit über 9000 Räumen, entstand 1406-1420 unter dem Ming-Kaiser Yongle. Die Dächer der mauerumgürteten Verbotenen Stadt - für Normalsterbliche war sie tabu - erstrahlen im imperialen Gelb, der Farbe, die dem Kaiser vorbehalten blieb. Vier Tore führen auf das 960 Meter lange und 750 Meter breite Areal. Die größten und wichtigsten Hallen sind auf der Nord-Süd-Achse aneinandergereiht, darunter die Schatzkammern mit all ihrer Pracht. Im Inneren Hof, im Palast der Himmlischen Reinheit, residierte der Kaiser, im Palast der Irdischen Ruhe wohnten die kaiserlichen Damen.

Heute ist der Palast ein Museum, doch zu Kaisers Zeiten wuselten hier Tausende von Eunuchen in ihrer alltäglichen Geschäftigkeit herum, Soldaten bewachten die Gebäude und Tore, und Beamte aus dem ganzen Land warteten auf Audienzen. Der Kaiser wurde in einer gelben Sänfte zu seinen Terminen getragen, die Freizeit verbrachte er mit dem Lesen und Schreiben von Gedichten und Kalligraphien oder mit seinen rund hundert Konkubinen.

Yonghegong Dajie12
Beijing
Tel. +86 10-64044499
E-Mail: yonghegongchina.com.cn
Öffnungszeiten: Tgl. außer Mo 9-16.30 Uhr

Die prunkvolle Anlage, entstanden um 1745, wird allgemein als Pekings schönstes und bedeutendstes Tempelkloster gewürdigt; heute leben in ihm wieder 80 Mönche. Die Bauten auf der Hauptachse sind in der Höhe gestaffelt, was den Eindruck übereinander schwebender Dächer erzeugt. Im Hof hinter der Halle der Himmelskönige erhebt sich eine Bronzeplastik des Weltenberges Meru, Wohnsitz der Götter Asiens.

Der “Palast des Friedens und der Harmonie” (Yonghegong) birgt die Buddhas der drei Zustände. Highlight ist jedoch die kolossale Statue des Bodhisattva Maitreya in der letzten Halle, die aus einem einzigen Sandelholzstamm geschnitzt wurde.

Beijing
www.mingtombs.com
Öffnungszeiten: Changling: April bis Oktober 8-17 Uhr, November bis März 8.30-16.30 Uhr; Dingling: April bis Oktober 8-17.30 Uhr, November bis März 8.30-17 Uhr

Der dritte Kaiser der Ming-Dynastie, Yongle, ließ außer dem Kaiserpalast im Zentrum Pekings bereits zu Lebzeiten sein Mausoleum in einem von schützenden Bergen umgebenen Talkessel 50 km nördlich der Hauptstadt anlegen. Bis auf einen umstrittenen Herrscher und den bereits in Nanjing beigesetzten Dynastiegründer sind alle Ming-Kaiser, ihre zahlreichen Prinzen, Prinzessinnen und Konkubinen in dem landschaftlich schönen Gebiet bestattet.

Eine lange Ehrenstraße mit Toren und großen Steinfiguren führt ins Tal. Drei der Mausoleen sind restauriert und zugänglich, u. a. das Changling (Mausoleum des Yongle-Kaisers, reg. 1403-1425) mit seiner gigantischen Opferhalle, in der Kopien von Grabbeigaben ausgestellt sind, und das Dingling (Mausoleum des Wanli-Kaisers, reg. 1573-1620), dessen unterirdische Grabkammer als einzige geöffnet wurde. Aber auch die verfallenen anderen Mausoleen weisen in idyllischer Umgebung einen eigenen Charme auf.

Beijing
E-Mail: webmastertiananmen.org.cn

Das “Tor des Himmlischen Friedens”(Tian’anmen) beherrscht die Nordseite von Pekings Hauptplatz. 1417 wurden der terrassenförmige Unterbau und die säulengestützte Holzkonstruktion mit ihrem Stufendach angelegt, 200 Jahre später erneuert. Vom Balkon des 34 Meter hohen Tores rief Mao Zedong 1949 die Volksrepublik aus, heute ist das Bauwerk selbst im Staatswappen abgebildet. Der Platz umfasst ein Areal von 30 Hektar, seinen Abschluss im Süden bildet seit 1977 das Mao-Mausoleum.

Am 3./4. Juni 1989 erlangte der Tian’anmen-Platz traurige Berühmtheit - als Schauplatz eines grauenvollen Massakers der Armee an Oppositionellen und Studenten, die für mehr Demokratie demonstriert hatten.

Xinjian Gongmen Jie19
100091 Beijing
Tel. +86 10-62881144
Fax +86 10-62881077
www.summerpalace-china.com
Öffnungszeiten: Tgl. 7.30/8-16/17 Uhr

Trotz der offiziellen Empfangshallen gleich hinter dem Haupteingang im Osten ist die Anlage weit eher ein Park denn ein Palast - daher auch der Name Yiheyuan, “Garten zur Kultivierung der Harmonie”. Das reizvollste seiner zahllosen Bauwerke grenzt an den Ruhesitz der Kaiserinwitwe Cixi: die “Bemalte Galerie”, ein 728 Meter langer Korridor am Nordufer des Kunming-Sees, der mit 8000 mythologischen, Roman- und Landschafts-Szenen geschmückt ist. An seinem Ende liegt das berühmte Marmorschiff vor Anker, ein beliebtes Fotomotiv. In der "Halle der Jadewellen" hielt Cixi ihren reformeifrigen Neffen, Kaiser Guangxu, zehn Jahre lang gefangen.

Es lohnt zweifellos, durch den weitläufigen Park zu wandern, die "Gärten im Garten" zu entdecken, in der Suzhou-Straße am nördlichen Kanal zu sehen, wie die Konkubinen einkauften, oder auf dem See mit einem Ruderboot die Südseeinsel (Nanhudao) zu erreichen. Sie ist durch eine harmonisch geschwungene, reich verzierte 17-Bogen-Brücke mit dem Festland verbunden.

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