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Wien - Polyglott Top12-Tipps

Dorotheum

Das weltbekannte Auktionshaus, vom Volksmund einst liebevoll »‘s Pfandl« genannt, hat mit einer ärmlichen Pfandleihanstalt längst nichts mehr gemein. Im Inneren des neobarocken Palais fühlt man sich vielmehr wie in einer noblen Einkaufspassage. Die Preise für alles, was das Sammlerherz begehrt, sind allerdings teilweise immer noch erfreulich niedrig.

K. u. K. Hofzuckerbäckerei Demel

1786 gegründet und bald darauf K. u. K. Hofzuckerbäckerei, gilt »der Demel am Kohlmarkt « bis heute als Institution unter den Wiener Cafés. Hinter der Barock fassade kredenzt man in entzückendem Neorokoko-Ambiente feinste Mehlspeisen und Kaffee in allen Varianten. Weitere Pluspunkte: der Wintergarten und eine gläserne Schaubackstube, wo Besucher den Meistern des Konditorenhandwerks zuschauen können.

Naschmarkt

Entlang des mehrreihigen, über 500 m langen Spalier aus Lebensmittelläden des Naschmarkts herrscht die sinnliche Atmosphäre eines Basars, lässt sich nach Herzenslust schauen, kosten und manchmal sogar feilschen. Nebenan öffnet ganzjährig jeden Samstag der Flohmarkt seine Schatztruhe – ein Pflichttermin, nicht um zu kaufen, aber des vergnüglichen Typenstudiums wegen.

Zentralfriedhof

130 Jahre alt, 2,4 km² groß und für mehr als 3 Mio. Menschen die letzte Ruhestatt: Der Zentralfriedhof, dieses »Aphrodisiakum für Nekrophile«, wie der Aktionskünstler André Heller ihn einmal scharfzüngig nannte, ist nicht nur einer der größten Gottesäcker Europas, sondern auch eine kulturhistorische Sehenswürdigkeit ersten Ranges.

Staatsoper

Während ihres über 135-jährigen Bestehens traten hier alle großen SängerInnen und Dirigenten der Welt vor das Publikum. Von September bis Juni steht fast jeden Abend ein anderes Werk auf dem Programm. Das ganze Jahr über gibt es außerdem nahezu täglich die Möglichkeit, im Rahmen von Führungen hinter die Kulissen des Prachtbaus zu blicken.

Hofburg

Über 600 Jahre lang bildete sie mit nur kurzen Unterbrechungen das Herz des habsburgischen Weltreichs: die Hofburg. Ein weitläufiger, um vier Höfe gruppierter Komplex, der heute, drei Generationen nach dem Ende der Monarchie, mit zahlreichen Attraktionen aufwartet: mit der Schatzkammer, der Burgkapelle, der Spanischen Hofreitschule, den Kaiserappartements, einer grandiosen Bibliothek sowie mehreren Museen.

Kunsthistorisches Museum

Eine der weltweit kostbarsten Sammlungen von Gemälden alter Meister wie Rembrandt, Rubens, Tizian oder Raffael, dazu eine Plastiken-, Antiken- und Kunstgewerbekollektion und eine ägyptisch-orientalische Sammlung. Doch lohnt allein schon die Ausstattung des Hauses den Besuch: vom Treppenhaus mit Canovas marmorner Theseusgruppe bis zum Kuppelsaal und den u.a. von Klimt und Munkáczy gemalten  Deckenbildern.

MuseumsQuartier

Der neue Fixstern am Wiener Kulturhimmel: Das in den ehemaligen barocken Hofstallungen beheimatete »MQ« ist einer der größten  Museumskomplexe des Kontinents und ein Dorado für Fans moderner Kunst. Ob das Leopold-Museum mit seinen einzigartigen Beständen an Schieles und Klimts oder das MuMoK mit seinen Sammlungen Klassischer Moderne und österreichischer Avantgarde, ob Architekturzentrum, Kunsthalle, Kindermuseum oder Tanzquartier – ein Tag vergeht hier wie im Flug.

Stephansdom

Wiens wichtigstes Gotteshaus, ein Wunderwerk aus 20 000 m³ Sandstein, das im Kern an die 850 Jahre zählt, ist eine Pflichtstation in Wien. Im majestätisch-düsteren Innenraum sind die Pilgram-Kanzel, der Wiener Neustädter Altar und das Hochgrab Friedrichs III. besonders beachtenswert. Zudem sollten Sie unbedingt in die Katakomben hinab- und auf den Südturm hinaufsteigen. Von der Türmerstube genießt man einen herrlichen Panoramablick über die Stadt.

Schönbrunn

Die Pracht von Schloss Schönbrunn, der Sommerresidenz der Habsburgerkaiser, zu preisen, hieße Eulen nach Athen tragen. Doch angesichts der prunkvollen Räumlichkeiten übersieht man leicht, wie viele Attraktionen auch die Nebentrakte und der Park bereithalten: ein Kutschen- und ein Kindermuseum, Irrgarten, Palmenhaus und, als zweifellos stärkster Magnet für Jung und Alt, der Tiergarten – mit seinen 255 Jahren immerhin der älteste der Welt.

Volksprater

Ist vom Prater die Rede, denkt man zunächst an den Vergnügungspark mit seinen teils nostalgisch-beschaulichen, teils schwindelerregenden, hypermodernen Attraktionen – und an sein Wahrzeichen, das Riesenrad. Doch Prater heißt auch jene von Altwasserarmen durchzogene Wald- und Wiesenlandschaft, die sich zwischen Donau kanal und Hauptstrom Richtung Osten erstreckt – ein Erholungsgebiet par excellence, in dem es sich wunderbar spazieren und Sport treiben lässt.

Grinzing

Auch wenn in den benachbarten Heurigenorten wie Nussdorf, Neustift oder Salmannsdorf das Gedränge geringer und die Fröhlichkeit weniger lautstark sind: Das am Fuße des Kahlenbergs gelegene Grinzing ist immer noch Synonym für wienerische Heurigenidylle – und das durchaus zu Recht, sowohl was die Dichte der gastronomischen Betriebe als auch die Reichhaltigkeit ihrer Heurigenbuffets und die Qualität der kredenzten Weine betrifft.

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