Philadelphia - Polyglott Top12-Tipps
Das ohnehin schon überdurchschnittliche Shoppingangebot in der Innenstadt von Philadelphia wird noch übertroffen von der riesigen King of Prussia Mall mit ihren mehr als 400 Geschäften und Restaurants. Diesen im Premium-Segment angesiedelten Konsumtempel verlässt garantiert jeder mit vollen Einkaufstaschen.
Ein bedeutender Teil des Kunstlebens von Philadelphia spielt sich heute buchstäblich auf der Straße ab: An die 3000 Wandmalereien, eine großflächiger und aufwändiger gestaltet als die andere, hat das 1984 initiierte Mural Arts Program bislang hervorgebracht. Keine andere Stadt der Welt besitzt vergleichbar viele dieser Kunstwerke – nicht ohne Stolz bezeichnet sich Philadelphia deshalb als größtes Freilichtmuseum der Welt.
Symbolhafter geht es nicht mehr: Die auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkende Independence Hall ist für die Amerikaner zusammen mit der Liberty Bell die nationale Ikone schlechthin. In den Räumen des Backsteinbaus wurde am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben, mit der man sich vom mächtigen England lossagte. Am 17. September 1787 tagte hier der Constitutional Congress und legte den Grundstein für die bis heute gültige US-Verfassung
Vor wenigen Jahren war die South Street noch eine Straße, auf der man als Tourist besser nicht im Dunkeln unterwegs war – heute ist kein Besuch von Philadelphia komplett ohne einen Bummel durch das quirlige und inzwischen absolut sichere Szeneviertel der Stadt mit seinen trendigen Designerläden, kleinen Galerien und flippigen Lokalen.
Mit dem Niedergang der Eisenbahn als Massenverkehrsmittel schien im prächtigen Reading Terminal buchstäblich der Zug abgefahren. Man entschied sich jedoch gegen den Abriss der Bahnhofshalle und richtete in dem Gebäude stattdessen einen Markt ein – der sich binnen weniger Jahre zu einer der größten Touristenattraktionen Philadelphias entwickelte. Auch für viele Einwohner der Stadt ist er eine unverzichtbare Institution.
Die in den 1930er-Jahren eröffnete prunkvolle Hauptverwaltung der PSFS Bank beherbergt heute das Loews Hotel, eine Luxusherberge mit mehr als 500 Zimmern. Beim sorgsamen Umbau erhalten geblieben ist das einzigartige Ambiente, ein Art-déco-Traum in Marmor, poliertem Granit und Edelstahl. Ein Besuch der eindrucksvollen Lobby mit ihrer Ausstrahlung kühler Eleganz gehört sogar für die Schüler des Art Institute of Philadelphia zum Pflichtprogramm.
Die Grand Masonic Lodge of Philadelphia errichtete diese unglaubliche Versammlungsstätte, in der jeder Raum einen der nach Ansicht der Freimaurer vorbildlichen Baustile der Geschichte zitiert. Herausgekommen ist ein Dorado nicht nur für Architekturfans. Sehenswert ist auch die aufwändige Innenausstattung, zu der wertvolle Möbel, kunstvolle Holzschnitzereien, Buntglasfenster, Mosaiken und Wandgemälde gehören.
Wer Geld hat, ist eben doch klar im Vorteil: Weil sein Lieblings-Arboretum abgeholzt werden sollte, kaufte der Industriemagnat Pierre du Pont kurzerhand das 4,2 km2 große Areal und erbaute sich auf dem Gelände einen repräsentativen Landsitz. Rings um das Anwesen entstand in den Folgejahren einer der spektakulärsten Botanischen Gärten der USA mit Gewächshäusern, plätschernden Springbrunnen und einer riesigen Wasserorgel.
Das düster und festungsartig wirkende Eastern State Penitentiary sorgt nicht von ungefähr für Dejà-Vu-Effekte: Der radiale Grundriss der Strafanstalt diente als Vorbild für Hunderte ähnliche Gefängnisse in der ganzen Welt. Berühmtester Insasse war der Unterwelt-Boss Al Capone. Er schaffte es, seine Zelle so komfortabel einzurichten, dass sie von den Wärtern als »Park Avenue Cell« bezeichnet wurde – in Anlehnung an die New Yorker Nobelwohngegend.
Das prachtvolle Gebäude des Philadelphia Museum of Art weckt Vorfreude auf die Ausstellung – und diese Vorfreude wird nicht enttäuscht. Die Weltklasse-Sammlung gilt als eine der fünf besten in den USA. Berühmt wurde der Treppenaufgang zum Museum durch Filmboxer Rocky, der hier joggend seine Ausdauer trainierte. Ein Philadelphia-Besuch ist nicht komplett, ohne es ihm einmal gleichgetan zu haben.
Ein Besuch in Lancaster und besonders in Bird-in-Hand gleicht einer Reise in die Vergangenheit. Die gottesfürchtigen und sehr raditionsverhafteten Amish-People leben hier wie vor 200 Jahren, lehnen Technik ab und bestellen die Felder mit Pferde- oder Ochsenhilfe. Große Nachfrage herrscht nach den handwerklichen und landwirtschaftlichen Produkte der Amish, die als qualitätvolle Mitbringsel heiß begehrt sind.
Wo sonst auf der Welt gibt es einen Vergnügungspark, in dem sich alles um Schokolade dreht? In Hershey‘s Chocolate World erfährt man, wie die jedem Kind in den USA bekannten Süßigkeiten hergestellt werden. Im Shop stehen alle Hershey-Produkte zum Verkauf. Kein Wunder also, dass ein Besuch zu einer überaus süßen Angelegenheit wird – und zu einem Erlebnis, an das man sich garantiert noch lange erinnert.






