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Wien - Sehenswürdigkeiten




Wien - Freilichtmuseum mit Pfiff

Donauwellen und Walzerklänge, Wiener Schmäh und eine gewisse im Traditionellen verharrende Gemütlichkeit. Oder aber prickelnde Metropole im Zentrum zwischen Ost und West?
Auf Wien trifft beides zu, Rückwärtsgewandheit und Modernität gehen eine interessante Mischung ein. Das hochkarätige Kulturangebot ist nur eine der Facetten von Wien, daneben gibt es eine lebhafte Beisel- und Clubbingszene. Reizvoll ist auch die Donauinsel, ein wahres Paradies für Jugendliche und Freizeitorientierte. Müßiggänger, die Museen und die Kunst lieben, finden in Wien ihr Dorado. Dem architektonisch Interessierten präsentiert sich das Zentrum der österreichischen Hauptstadt fast wie ein Freilichtmuseum.
Die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse lassen sich am besten in einem der unzähligen Wiener Kaffeehäuser verarbeiten, die nicht nur hervorragend für leibliches Wohl sorgen, sondern auch Nahrung für Geist und Seele bieten. Abends locken Theater, Konzertbühnen und Heurigenlokale, Jazzkeller und Kabaretts in der jungen alten Stadt.

Sehenswürdigkeiten

Stadtteil Grinzing
PLZ: 1190
Ort: Wien

Grinzing im 19. Bezirk bezaubert durch seine verwinkelten Gassen inmitten von Weingärten - und das innerhalb der Stadtgrenzen! Mit seinen malerischen Reben und Weinstuben ist dieser Stadtteil der Inbegriff des Wiener Heurigen. Nirgendwo sonst gibt es so viele Heurigenlokale, in denen man bei einem Glas Wein aus dem vergangenen Jahr urige Wiener Gemütlichkeit bis tief in den Abend erleben kann.

Hofburg
PLZ: 1010
Ort: Wien
Tel.: +43-1-5337570
Fax: +43-1-5337570-33
Email: infohofburg-wien.at
Internet: http://www.hofburg-wien.at
Öffnungszeiten: Kaiserappartements und Hofsilber- und Tafelkammer  sowie Sisi-Museum tgl. 9-17 Uhr (Juli, Aug. bis 17.30 Uhr), Schatzkammer tgl. außer Di 10-18 Uhr

Über Jahrhunderte war die Hofburg der Sitz der deutschen und österreichischen Kaiser. Heute geht der Bundespräsident hier seinen Amtsgeschäften nach. Mit einer Gesamtfläche von über 240000 m2 bildet das Areal der Hofburg eine eigene Stadt im Zentrum Wiens. Berühmt ist die Hofburg vor allem wegen der unermesslichen Reichtümer, die sie in vielen Gebäudeteilen hütet. Da fast alle Regenten die Hofburg umbauen ließen, weist der Gebäudekomplex alle nur denkbaren Stilelemente auf. So ist die Alte Burg mit dem Schweizertor gotischen Ursprungs, wohingegen die Neue Burg am Heldenplatz erst in den letzten Jahren der Habsburgermonarchie entstand. Den Stil der Renaissance trägt die Stallburg, in der die Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule untergebracht sind. Die eindrucksvollsten Gebäude, darunter auch die unermesslich reich ausgestattete Nationalbibliothek, entstanden allerdings im Barock. Vier Museen sind ein Muss: die Weltliche und Geistliche Schatzkammer, die Kaiserappartements, in denen sowohl Maria Theresia als auch Franz Joseph und Elisabeth lebten, und die Hofsilber- und Tafelkammer. Das Sisi-Museum widmet sich ganz der berühmten Kaiserin. Seit August 2006 zeigt eine Dauerausstellung Geschichten rund um den Sissi-Film und das wahre Leben der Kaiserin Sissi.

Prater
PLZ: 1020
Ort: Wien
Tel.: +43-1-7280516
Fax: +43-1-7285274
Email: infowiener-prater.at
Internet: http://www.prater.at

Fällt das Wort Prater, so denkt man sofort an den weltbekannten Vergnügungspark mit dem legendären, 65 m hohen Riesenrad, das zu den Wahrzeichen Wiens gehört. Er bietet all das, was man von Jahrmarktsgenüssen gewohnt ist: Achter- und Geisterbahn, Autoskooter und Schießbude, Imbissstände aller Art und Süßwaren - ein Paradies für Kinder bei Familienausflügen. Allerdings nimmt der Volks- oder Wurstelprater nur einen kleinen Teil des gesamten Pratergeländes ein, denn das ehemalige Auengebiet an der Donau ist weitgehend der Natur vorbehalten. Zwischen dem Verkehrsknotenpunkt Praterstern und dem Prater Spitz, wo die Donau auf den Donaukanal trifft, breitet sich eine malerische Landschaft aus. Grünflächen, stille Wasserarme und Teiche, aber auch zahlreiche Sportstätten und sogar eine Trabrennbahn machen den Grünen Prater, der jahrhundertelang für den Kaiser und seine illustren Jagdgesellschaften reserviert war, zu einem einzigartigen Erholungsgebiet mitten in Wien.

Schönbrunn
Straße: Schönbrunner Schlossstraße
PLZ: 1130
Ort: Wien
Tel.: +43-1-81113239
Fax: +43-1-81113333
Email: infoschoenbrunn.at
Internet: http://www.schoenbrunn.at
Öffnungszeiten: Nov.-März tgl. 8.30-16.30 Uhr; April-Okt. tgl. 8.30-17 Uhr, Juli/Aug. bis 18 Uhr

Schloss Schönbrunn, die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger, ist die Touristenattraktion in Wien schlechthin. In der Hochsaison nehmen über 10000 Menschen täglich an den Führungen durch die Säle des barocken Gebäudes teil. Allerdings sind von den insgesamt 1441 Räumen nur 40 für die Öffentlichkeit zugänglich, allen voran das Arbeits- sowie das Schlafzimmer des Kaisers Franz Joseph und die 43 m lange Große Galerie, die mit ihren Stuckverzierungen, Deckengemälden und vergoldeten Leuchtern auch heute noch Festbanketten und Bällen einen prunkvollen Rahmen verleiht. Unbedingt besichtigen sollte man die Wagenburg, wo alte Karossen, Schlitten und Sänften des kaiserlichen Fuhrparks gezeigt werden. Ein besonderes Erlebnis ist ein Spaziergang durch den riesigen barocken Schlosspark, der mit kleinen Attraktionen wie dem Neptunbrunnen, einer römischen Ruine oder der Obeliskenkaskade überrascht. In seinem westlichen Teil liegt der Tiergarten, einer der ältesten und heute auch schönsten in Europa. Den besten Blick auf das Gesamtensemble bietet die Gloriette.

Stephansdom
Straße: Stephansplatz 1
PLZ: 1010
Ort: Wien
Email: officestephansdom.at
URL: http://www.stephansdom.at
Öffnungszeiten: tgl. 6-22 Uhr

Der Stephansdom, Höhepunkt der Wiener Gotik, dominiert die Innenstadt wie man es von kaum einem anderen Bauwerk Europas kennt. Seine Baugeschichte nahm bereits im frühen 12. Jh. ihren Anfang. Der 137 m hohe Südturm, genannt "Steffl", legt jedem Schwindelfreien Wien in einem unvergleichlichen Panorama zu Füßen, der es schafft, die 343 Stufen durch ein enges gewundenes Treppenhaus bis zur Türmerstube zu erklimmen. Die Aussichtsplattform im 61 m hohen Nordturm ist hingegen bequem mit dem Lift zu erreichen. Hier hängt die berühmte "Pummerin", eine über 20 Tonnen schwere Glocke, die nur zu besonderen Anlässen erklingt. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten im wunderbaren dreischiffigen Dominnern zählt eine Kanzel aus dem Jahre 1514, auf der das Selbstbildnis des Dombaumeisters Anton Pilgram verewigt ist. Einen kalten Schauer jagen die Katakomben über den Rücken: Unter dem Dom liegen die Skelette einiger Tausend Wiener, die bei der Auflösung des St.-Stephans-Friedhofs exhumiert wurden.

Spittelberg
PLZ: 1070
Ort: Wien
Internet: http://www.spittelberg.at

Einst war der Spittelberg ein armes, verrufenes Viertel des 7. Wiener Bezirks Neubau mit Spielhöllen, Spelunken und Bordellen. Schlendert man heute durch die romantischen Gassen, findet man aus dieser Zeit keine Spuren mehr - nur die historische Bausubstanz blieb erhalten. Die schönen Biedermeierhäuser wurden liebevoll saniert und locken eine bunte, kreative Szene an. Ateliers, Boutiquen und originelle Geschäfte laden ebenso zum Verweilen ein wie gemütliche Beisln und angesagte Kneipen. Durch das nahe gelegene MuseumsQuartier erfuhr das Viertel eine weitere Aufwertung.
Bekannt und beliebt ist der sehr stimmungsvolle Weihnachtsmarkt in Stiftgasse, Burggasse, Spittelberggasse, Schrankgasse und Gutenberggasse. Die letzten drei sind nicht nur während des Marktes, sondern das ganze Jahr über als Fußgängerzone gestaltet. Für die Kultur im Viertel sorgen das Filmhaus Kino Spittelberg (Tel.+43-1-5224816, http://www.film.at/filmhaus_kino_spittelberg) sowie das Theater am Spittelberg (von Juni-Sept. Tel/fax: +43-1-5261385) mit Musik, Lesungen, Kindervorführungen und innovativen Inszenierungen.

Kapuzinerkirche (Kaisergruft)
Straße: Tegetthoffstr. 2
PLZ: 1010
Ort: Wien
Tel.: +43-1-512685316
Fax: +43-1-512685319
Internet: http://www.kaisergruft.at
Öffnungszeiten: tgl. 10-18 Uhr

Besuchermagnet am Neuen Markt ist die Kapuzinerkirche mit der berühmten Kaisergruft. Die Kirche wurde 1618 von der Gattin Kaiser Matthias' gestiftet, sie gab auch die zugehörige Gruft in Auftrag. Seit 1633 werden die Gebeine der Habsburger hier beigesetzt. Die Habsburger-Tradition, Körper, Eingeweide (in den Katakomben des Stephansdoms) und Herz (in der Augustinerkirche) getrennt zu bestatten, gab man übrigens nach dem Begräbnis von Erzherzog Franz Karl (gest. 1878) auf. Das vorläufig letzte Begräbnis nach alter Habsburger-Zerenomie war das von Kaisern Zita im Jahr 1989.
Der Besuch der Kirche ist eine Reise durch die Zeit, durch Gepflogenheiten und Traditionen. In schmucklosen Zinnsärgen ruhen Kaiser Matthias und seine Gattin Anna, Stifterin der Kirche. Von Balthasar Moll stammt der üppige Rokoko-Doppelsarkophag für Maria Theresia und Kaiser Franz Stephan. Ergreifend schlicht wirkt hingegen der Sarg Josephs II., der sich mit diesem "Sparmodell" bis in den Tod volksnah gab. Prächtiger - und bis heute stets mit frischen Blumen geschmückt - sind die letzten Ruhestätten von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth (Sisi).

Karlskirche
Straße: Kreuzherrengasse 1
PLZ: 1010
Ort: Wien
Email: kontaktkarlskirche.at
Internet: http://www.karlskirche.at
Öffnungszeiten: Mo-Sa 9-12.30, 13-18 Uhr, So, Fei 12-17.45 Uhr

Die dem Pestheiligen Karl Borromäus geweihte Kirche gilt als Wiens schönster Barockbau. Ausgeführt von Johann Bernhard Fischer von Erlach und seinem Sohn Joseph Emanuel, zeigt sich dem Betrachter eine ungewöhnliche Synthese aus Architekturelementen verschiedener Kulturkreise: Die Mittelfront hat das Parthenon zum Vorbild, während die Seitenkapellen im Stil der italienischen Renaissance gestaltet sind. Die beiden Glockentürme,  deren Bekrönung an asiatische Pagoden erinnert, vereinen sich mit der gewaltigen Kuppel zu einem harmonischen Gesamtbild. Die Triumphsäulen erinnern an islamische Minarette und zeigen Szenen aus dem Leben des hl. Karl Borromäus. Das ganze Bauwerk ist auf Schauwirkung konzipiert und ist eine machtvolle Demonstration kaiserlicher und kirchlicher Herrschaft.
In der Vorhalle zeigt ein Giebelrelief das Erlöschen der Pest und erinnert damit an den Anlass des Kirchenbaus: ein Gelübde Kaiser Karls IV. während der Seuche im Jahre 1713. Im Kircheninneren fallen vor allem die großartigen Fresken von Johann Michael Rottmayr in der Kuppel auf.

Schloss Belvedere
PLZ: 1030
Ort: Wien
Tel.: +43-1-795570
Fax: +43-1-79557136
Email: publicbelvedere.at
Internet: http://www.belvedere.at
Öffnungszeiten: Oberes und Unteres Belvedere, Augarten Contemporary und Orangerie tgl. 10-18 Uhr, Prunkstall 10-12 Uhr

Das Untere und das Obere Belvedere, die Prinz Eugen von Savoyen zu Beginn des 18. Jhs. errichten ließ, zählen zu den schönsten barocken Bauwerken der Welt. Während der legendäre Türkenbezwinger das Untere als Sommerresidenz wählte, diente das Obere Schloss ausschließlich repräsentativen Zwecken. Daher zeichnet sich Letzteres nicht nur durch den herrlichen Blick auf Wien, sondern auch durch verschwenderische Pracht aus. Bereits die reich verzierte Fassade lässt erahnen, was einen im Inneren erwartet: vom Audienzsaal über das Spiegelkabinett bis hin zum Kaffeezimmer - überall kostbarer Marmor, aufwändige Stuckverzierungen und herrliche Fresken. Zudem sind im Unteren und Oberen Schloss sowie in der Orangerie ausgezeichnete Museen untergebracht: das Österreichische Barockmuseum, das Museum mittelalterlicher österreichischer Kunst und die Österreichische Galerie des 19. und 20. Jhs. Nicht weniger beeindruckend ist die Gartenanlage: Terrassen, Kaskaden, Treppen und Wasserspiele vermitteln einen Hauch barocken Lebensgefühls.

Hundertwasser-Krawinahaus
Straße: Kegelgasse 34-38/Löwengasse 41-43
PLZ: 1030
Ort: Wien
Internet: http://www.hundertwasserhaus.info
Öffnungszeiten: KunstHausWien: tgl. 10-19 Uhr

Dass sozialer Wohnungsbau auch zu einer Touristenattraktion werden kann, zeigt das Hundertwasser-Haus. Seit es 1985 fertig gestellt wurde, ist es ein wahrer Besuchermagnet. Bei der Planung des Gebäudekomplexes mit 50 Wohnungen ließen seine Schöpfer, der Maler Friedensreich Hundertwasser und der Architekt Joseph Krawina, ihrer Phantasie freien Lauf. Krumme Wände, asymmetrische Zimmer, bunte Fassaden und mit Bäumen bewachsene Dächer brechen mit allen architektonischen Konventionen. Als oberstes Ziel des lange Zeit umstrittenen Projekts galt das Wohlbefinden der Bewohner. Daher waren Kunststoffe beim Bau absolut tabu, wohingegen Holz und Ziegel für ein angenehmes Raumklima sorgen sollen. Schließlich entstand eine einzigartige Kombination aus Kunst und Zweckbau, die an ein kunterbuntes Märchenschloss erinnert. Zu besichtigen ist es allerdings nur von außen.
Einen Eindruck von Hundertwassers Ideen bekommt man im Buch-, Kunst- und Musikalienhandel mit seiner umfassenden Bilder- und Postergalerie und vielen Informationen in der Kegelgasse 35/3 oder im KunstHausWien in der Weißgerberstraße 13, der weltweit einzigen permanenten Austellung von Hundertwassers Werken (Tel. +43-1-7120495, www.kunsthauswien.com).

Kunsthistorisches Museum
Straße: Maria-Theresien-Platz
PLZ: 1010
Ort: Wien
Tel.: +43-1-52524-0
Fax: +43-1-52524-4099
Email: infokhm.at
Internet: http://www.khm.at
Öffnungszeiten: tgl. außer Mo 10-18, Do bis 21 Uhr

Der Prachtbau aus dem 19. Jh. enthält ein Kunstmuseum, das zu den bedeutendsten der Welt gezählt wird. Verwunderlich ist das nicht, denn seine Sammler gehörten zu den reichsten Familien Europas: die Habsburger höchstselbst. Prunkstück ist die 15 Säle umfassende Gemäldegalerie mit hochkarätigen Werken von Brueghel d. Ä., Vermeer, Vélasquez, Arcimboldo, Dürer, Rubens, Rembrandt, Tizian und vielen anderen Meistern. Daneben sind die Ägyptisch-orientalische Sammlung und die Antikensammlung so umfangreich, dass man dafür eigentlich einen Extratag reservieren müsste. Und auch die Säle selbst sowie das Treppenhaus - in Canovas Skulptur bekämpft Theseus den Zentauren - versetzen jeden Besucher in Staunen. Die Kunstkammer ist bis auf weiteres geschlossen.
Übrigens hat das Kunsthistorische Museum gleich gegenüber einen Zwilling: das Naturhistorische Museum. Sein Bestand ist allerdings mit den Schätzen der Kunst nicht zu vergleichen. Interessant sind aber der Sauriersaal und die "Venus von Willendorf", die 25000 Jahre alte Kalksteinstatuette eines üppigen Frauenkörpers (tgl. außer Di 9-18.30, Mi bis 21 Uhr).

MuseumsQuartier
Straße: Mariahilferstr.
PLZ: 1070
Ort: Wien
Tel.: +43-1-52358811731 (national 0820-600600)
Internet: http://www.mqw.at
Öffnungszeiten: MQ Point (Info und Tickets) tgl. 10-19 Uhr, MUMOK und Leopoldsmuseum tgl. 10-18 Uhr, Do bis 21 Uhr; Kunsthalle tgl. 10-19 Uhr, Do bis 22 Uhr, ZOOM Mo-Do 8.30-17 Uhr, Fr-So und Ferien 10-17.30 Uhr

Gegenüber den Neorenaissance-Zwillingen Kunsthistorisches und Naturhistorisches Museum erstreckt sich seit 2001 einer der größten Ausstellungskomplexe Europas: Mit dem MuseumsQuartier hat in Wien ein neues Kulturzeitalter begonnen.
Das Quartier vereint die barocken ehemaligen Hofstallungen mit kühnen modernen Entwürfen. Einer davon ist das MUMOK (Museum Moderner Kunst und Stiftung Ludwig Wien), dass sich ganz und gar der Kunst des 20. Jhs. verschrieben hat und unter anderem Werke von Klee, Warhol, Immendorf und Rauschenberg zeigt. Weltberühmt ist die Sammlung von Werken Egon Schieles im Leopold-Museum, das in einem weißen Kubus untergebracht ist. Die Kunsthalle Wien präsentiert in wechselnden Ausstellungen Kunst der Gegenwart. Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, können Sie etliche Stunden im Kindermuseum ZOOM zubringen. Hier kommt keine Langeweile auf, alles lädt zum Anfassen, Mitmachen und Selbstentdecken ein. Nach dem Kunstgenuss kann man noch ein wenig im MuseumsQuartier verweilen und das bunte Treiben beobachten. Auf einer der vielen Sitzgelegenheiten oder in einem der Restaurants und Cafés findet sich sicher ein nettes Plätzchen.

Albertina
Straße: Albertinaplatz 1
PLZ: 1010
Ort: Wien
Tel.: +43-1-534830
Fax: +43-1-53483430
Email: infoalbertina.at
Internet: http://www.albertina.at
Öffnungszeiten: tgl. 10-18, Mi bis 21 Uhr

Die weltweit größte Sammlung von Handzeichnungen und Grafiken aller wichtigen Kunstepochen steht nach langer Renovierung seit 2003 Kunstliebhabern wieder offen - unter einem neuen, hochmodernen Flügeldach. Herzog Albert von Sachsen-Teschen hatte das Palais Anfang des 19. Jhs. als Gemäldegalerie einrichten lassen. Seine damals schon ansehnliche Kollektion hat sich seither vervielfacht: 1,3 Mio. Druckgrafiken und etwa 70 000 Zeichnungen und Aquarelle nennt die Albertina ihr Eigen.
Zu den besonderen Schätzen gehören die 139 Zeichnungen von Albrecht Dürer, darunter der berühmte "Feldhase". Leonardo, Michelangelo und Raffael sind ebenso vertreten wie Rembrandt und Rubens, Manet und Cézanne. Werke des 20. Jhs. stammen u. a. von Schiele, Klimt, Warhol und Rauschenberg. Ebenfalls zu besichtigen sind eine fotografische Sammlung und eine Architektursammlung mit zahlreichen Skizzen und Modellen. Vor der Albertina steht das gewaltige, seit jeher heiß umstrittene "Mahnmal gegen Krieg und Faschismus" (1988) von Albrecht Hrdlicka.

Liechtenstein Museum
Straße: Fürstengasse 1
PLZ: 1090
Ort: Wien
Tel.: +43-1-3195767252
Internet: http://www.liechtensteinmuseum.at
Öffnungszeiten: Fr-Mo 10-17 Uhr

Die Fürstlichen Sammlungen des Hauses Liechtenstein umfassen bedeutende Werke europäischer Kunst aus fünf Jahrhunderten und gehören somit zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen der Welt. Ausstellungsort ist seit 2004 - neben Vaduz - das Palais Liechtenstein in der Wiener Rossau.
Wie in keinem anderen Wiener Museum ist hier die frühe italienische Malerei vertreten, gefolgt vom italienischen Barock und Werken flämischer Künstler. Bereits 1693 konnte Fürst Johann Adam Andreas I. von Liechtenstein den monumentalen Decius-Mus-Zyklus von Peter Paul Rubens (1577–) erwerben, und auch ein großer Teil der über 30 Werke von Rubens aus den Beständen der Fürstlichen Sammlungen ist wieder nach Wien zurückgekehrt. Als ein bedeutendes Werk dekorativer Kunst gilt das sogenannte Badminton Cabinet (Saal X): Der Kabinettschrank zeigt zahlreiche aus Hart- bzw. Schmucksteinen zusammengesetzter Bilder (Commessi di pietre dure) und einen unübertroffen reichen Dekor an vergoldeten Bronzen.

Museum für Angewandte Kunst
Straße: Stubenring 5
PLZ: 1010
Ort: Wien
Tel.: +43-1-711360
Fax: +43-1-7131026
Email: officeMAK.at
Internet: http://www.mak.at
Öffnungszeiten: Di 10-24 Uhr, Mi-So 10-18 Uhr

Das MAK versteht sich als Vorbildsammlung für Kunst und Industrie. 1864 als Kunstgewerbemuseum gegründet, zählt es heute zu den interessantesten Sammlungen dieser Art in Europa. Das Bauwerk wurde in den Jahren 1866 bis 1871 nach den Plänen von Heinrich Ferstel im Stil der Renaissance errichtet und war damit der erste Museumsbau am Ring.
Die Objekte sind überwiegend nach Materialgruppen geordnet und nicht nach Epochen und Stilrichtungen. Vom Mittelalter bis heute reicht dabei die Spannweite an Möbeln, Glas und Porzellan, Silber und Textilien. Darunter befinden sich kostbares Kunsthandwerk der Wiener Werkstätte, Bugholzstühle von Thonet, die noch heute in Wiener Kaffeehäusern genutzt werden, Highlights des Jugendstils wie der blattvergoldete Entwurf Gustav Klimts für den Fries des Palais Stoclet in Brüssel und Biedermeier-Sofas in Pink und Gelb. Weltberühmt ist die Teppich- und Ornamentstickereiensammlung, außerdem findet man industrielles Vorbildmaterial des Historismus. Architekturmodelle und Zeichnungen, unter anderem von Coop Himmelb(l)au, bieten Einblicke in spektakuläre zeitgenössische Architektur.

Architekturzentrum Wien
Straße: Museumsgasse 1
PLZ: 1070
Ort: Wien
Tel.: +43-1-5223115
Fax: +43-1-5223117
Email: officeazw.at
Internet: http://www.azw.at

Dieses Museum ist Ausstellungsraum, Forschungs-, Wissens- und Informationszentrum in einem. In vier Hallen wird versucht, die Architektur des 20. und 21. Jhs. einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Dabei werden die Objekte nicht nur präsentiert, sondern auch in ihrer Wirkung kritisch hinterfragt. Eine Dauerausstellung, große internationale Wechselausstellungen und kleinere Produktionen gestalten den Besuch zu einem abwechslungsreichen Erlebnis.
Die wichtigsten Phasen der Architekturentwicklung erfahren in 10 Episoden eine chronologische Darstellung und die a-schau in der Neuen Halle gibt einen Überblick über 150 Jahre heimische Architekturgeschichte. Dabei werden 170 Architekten mit 420 Bauten vorgestellt. Eine „Kleine Geschichte des Wohnens“ beleuchtet die unterschiedlichen Stilrichtungen der Innenarchitektur und rundet somit das Gesamtbild ab. Mit dem „call for Paper“ lädt die neue Außenstelle AZ West junge Architekten ein, den Raum mit neuen Ideen und Sichtweisen zu füllen.

Nationalbibliothek
Straße: Josefsplatz 1
PLZ: 1010
Ort: Wien
Tel.: +43-1-53410
Internet: http://www.onb.ac.at

Ab 1579 zwangen die Habsburger alle Buchhändler, Pflichtexemplare der in Österreich verlegten Druckwerke abzuliefern. Sie selbst fügten Sammlungen der Fugger, Prinz Eugens und diverser Klöster hinzu. Noch Anfang des 20. Jhs. war die Nationalbibliothek - damals als Wiener Hofbibliothek - eine der umfangreichsten Universalbibliotheken der Welt. Seit 2000 müssen auch alle elektronischen Publikationen hinterlegt werden.
Als die kaiserliche Bibliothek begann, aus allen Nähten zu platzen, beauftragte Karl VI. seinen Baumeister Joseph Emanuel Fischer von Erlach mit dem Bau einer neuen Hofbibliothek. 1723 bis 1735 errichtet, zeigt das Gebäude einen vorspringenden Mittelteil, der von einer Pferdegruppe gekrönt wird. Dahinter wölbt sich die mächtige Kuppel über den gewaltigen Prunksaal, der die ganze Länge des Trakts einnimmt. Die Seitenflügel wurden erst später angefügt und stammen von Nikolaus Pacassi (1767-1773), der somit einen der geschlossensten Baukomplexe des Barock vollendete. Im Inneren zählt der Kuppelraum mit dem allegorischen Fresko von Daniel Grans (1730) zu einem der herrlichsten Bibliothekssäle überhaupt.

Augustinerkirche
Straße: Josefsplatz
PLZ: 1010
Ort: Wien
Internet: http://www.augustinerkirche.at

Im Verband der Hofburg befindet sich eine eher schmucklose, langgestreckte Hallenkirche. Zwischen 1330 und 1339 von Dietrich Landtner von Pirn erbaut, geht der dreischiffige gotische Bau auf eine Stiftung von Herzog Wilhelm dem Schönen zurück. Später erfreute sich das Gotteshaus der besonderen Gunst der Habsburger, deren Familienkirche es ab dem 17. Jh. wurde. Kaiser Franz Joseph I. heirate 1854 hier seine „Sissi.
Die barocke Ausstattung im Inneren wurde 1785 im Zuge einer Regotisierung entfernt. Bedeutendstes Kunstwerk ist heute das klassizistische Marmorgrabmal der Erzherzogin Marie-Christine in Form eines detailreichen Pyramidenreliefs. Geschaffen wurde es zwischen 1801 und 1805 von Antonio Canova, einem Hauptvertreter des italienischen Klassizismus. Über Loreto- und Georgskapelle gelangt man in die etwas makabre „Herzlgruft“. Dort werden in Silberurnen die Herzen der 54 bedeutendsten Habsburger aufbewahrt, während sich die Eingeweide in der Gruft des Stephansdoms befinden. Die Körper wurden in der Kaisergruft der Kapuzinerkirche bestattet.

Secession
Straße: Friedrichstraße 12
PLZ: 1010
Ort: Wien
Tel.: +43-1-5875307
Fax: +43-1-587530734
Internet: http://www.secession.at
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr

Im Jahre 1897 trat eine Gruppe von Künstlern um den Maler Gustav Klimt aus der Genossenschaft der Bildenden Künste Wiens aus und gründete die Vereinigung Bildender Künstler Österreichs Secession, besser bekannt als Wiener Secession. Dies war die Geburtsstunde der Wiener Variante des Jugendstils. Nach Plänen des Otto-Wagner-Schülers Joseph Maria Olbrich wurde 1897/98 das Ausstellungsgebäude der Künstlergemeinschaft errichtet.
Die Secession ist wie ein in Architektur gebanntes Manifest. Symbolisiert wird die Zusammengehörigkeit von Kunst und Natur. Über dem Portal prangt das Motto der Künstlergruppe: „Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit“. Den untergliederten Würfel mit seinem schönem Fassadendekor krönt eine kuppelförmige Lorbeerlaube aus vergoldeten Blättern, vom Volksmund liebevoll-despektierlich „goldener Krauthappl“ (Kohlkopf) genannt. Als wichtigstes Kunstwerk im Ausstellungsgebäude gilt der 1902 von Gustav Klimt gestaltete „Beethoven-Fries“, ein 34 Meter langes Monumentalwerk.

KunstHausWien
Straße: Untere Weißgerberstraße 13
PLZ: 1030
Ort: Wien
Tel.: +43-1-7120495
Fax: +43-1-7120496
Email: infokunsthauswien.com
Internet: http://www.kunsthauswien.com
Öffnungszeiten: tgl. 10-19 Uhr

„Die Architektur des KunstHausWien ist das erste Bollwerk gegen eine falsche Ordnung der geraden Linie“ schrieb der Maler Friedensreich Hundertwasser 1990. Getreu diesem Motto gestaltete er das neue Kulturzentrum für zeitgenössische Kunst nach seinen Vorstellungen. Farbkontraste und wellige Linien bis hin zum unebenen Fußboden beleben die Phantasie der Besucher und sind eine Melodie für Augen und Füße.
Eine Abteilung des heutigen Museums widmet sich ganz den Ideen und Arbeiten Hundertwassers und widerspricht damit den üblichen Normen. Es handelt sich dabei um die weltweit einzige permanente Ausstellung seines Schaffens. Zahlreiche Gemälde und Grafiken sowie die Dokumentationen seiner Architektur sind Sinnbilder seiner Philosophie. Darüber hinaus werden hier im Wechsel Ausstellungen international bedeutender Künstler gezeigt.